Vaulion: Wege, Brunnen und Panorama an der Dent de Vaulion

File:Vaulion - img 46836.jpg File:Vaulion - img 46836.jpg Foto: Pmau via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Vaulion gehört seit 2010 zum Parc Jura Vaudois und liegt in einer Landschaft aus einem teilweise sumpfigen, von Wiesen bedeckten Plateau, das der Nozon durchquert, und einem gegenüberliegenden, gleichmäßig bewaldeten Hang.

Natur und Spazierwege

Sieben Spazierwege führen von Vaulion wieder nach Vaulion zurück und starten allesamt an der Place de la Cantine. Sie sind mit Markierungen in verschiedenen Farben versehen, weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf und führen durch die Natur der Gemeinde. Ihre Gehzeit reicht von 45 Minuten bis zu mehr als vier Stunden. Diese Spannweite hilft Ihnen, kurze und längere Wege schon bei der Planung zu unterscheiden.

Im Ortsteil Nidau beginnt der Sentier de l'eau et du Vallon du Nozon, der Vaulion über Romainmôtier entlang des Flusses Nozon mit Croy verbindet. Zwölf Stationen erklären die Bedeutung des Wassers; spielerische Module gehören ebenfalls zu diesem Weg. Der Sentier ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Der Sentier des Carriers ist 6,5 km lang und gehört zu den sieben markierten Spazierwegen der Gemeinde Vaulion; für ihn werden zweieinhalb bis drei Stunden Gehzeit benötigt. Er führt durch den Wald von Ramelet zu ehemaligen Steinbrüchen für Becken. Zehn Erklärungstafeln zeugen von der sehr harten Arbeit der Steinbrucharbeiter aus Vaulion. Von Vaulion oder Vallorbe aus sind weitere Wanderungen möglich, darunter eine Etappe der nationalen SchweizMobil-Route 5 «Chemin des Crêtes du Jura».

Landschaft und Winter

Der Gipfel der Dent de Vaulion bietet ein 360-Grad-Panorama mit Blick auf bis zu acht Seen, die Alpen und den Mont-Blanc. Zu den Winteraktivitäten an der Dent de Vaulion gehören ein Skilift, Schneeschuhwandern und Skitouren. Eine Sackgasse führt zur Dent de Vaulion, vorbei an der ganzjährig geöffneten Auberge du Morez, und endet bei der Buvette de la Dent de Vaulion.

Kultur und Geschichte

Die reformierte Kirche von Vaulion stammt aus den Jahren 1753–1755. Die bemerkenswerten historisch-architektonischen Qualitäten des Ortes beruhen auf der Verbindung einer bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurückreichenden ländlichen Bausubstanz mit Industriegebäuden, die im Wesentlichen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden.

Die Dorfstraße liegt am Grund des vom Nozon durchquerten Tals und vereint eine lange Reihe oft aneinandergrenzender Wohnhäuser, Bauernhöfe und Fabriken. In diese Reihe sind regelmäßig Brunnen eingefügt. Die Fabrik «Pierres fines» und das zugehörige Wohngebäude wurden um 1910 errichtet und 1954/55 erweitert.

Vaulion steht mit der Geschichte der Waadtländer Brunnen und mit einer Tradition des Steinbruchwesens in Verbindung. Im Dorf gibt es acht Brunnen, einen in Plâne, drei in Richtung Vineuves und Busine sowie einen in Nidau. Seit 1997 stehen auf den Plätzen vor dem Hôtel-de-Ville und der Kirche der Brunnen zum 900. Jubiläum sowie eine Bronzebüste von C.-F. Ramuz, eine Kopie eines Werks von Casimir Reymond.

Lokales

Seit mehr als 15 Jahren findet auf der Place de la Cantine in Vaulion ein Kunsthandwerksmarkt statt. Dort verkaufen mehr als 30 Aussteller aus Vaulion und Umgebung unter anderem Käse, Fleisch und Wein. In Vaulion werden Spaziergänge und Naturerlebnisse mit Lamas angeboten.

Umfeld

Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet sind L'abbaye, Baulmes, Bonvillars, Mathod, Sainte-Croix, Montagny-Près-Yverdon, Ballaigues und Romainmôtier-Envy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Waadtländer Nordjura.

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