Ayent zwischen Bissen, Kapellen und Wildhorn
File:Die Suone von Ayent wurde vor 1448 errichtet.jpg
Foto: Barbara Steinemann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Ayent reicht am sonnigen Hang des Rhônetals von La Maya auf 500 m bis zum Gipfel des Wildhorn auf 3.247 m. Die Dörfer liegen an den Hängen zwischen Weinbergen, Hügeln, Wäldern, Wiesen, Weiden und Mooren. Oberhalb der Dörfer befindet sich Anzère, Ayents Tourismusstation in der Bergzone auf etwa 1.500–1.600 m.
Landschaft
Die Höhenstufen reichen damit von der Siedlung La Maya bis in die Gipfelzone des Wildhorn. Am Bisse des Audannes sind Überreste und Spuren im Lapiaz der Audannes sowie über die Alpweide von Serin hinweg sichtbar.
Wasserwege
Der Grand Bisse d'Ayent wurde 1442 erbaut. Er bewässert die Wiesen und Weinberge von Ayent und Grimisuat durch traditionelle Bewässerung oder Beregnung. Der Bisse des Audannes entstand zwischen 1859 und 1862 durch die Stadt Sion und die Gemeinde Ayent; der Weg Serin–Anzère folgt diesem Bisse auf einer Länge von 1 km.
Entlang des Chemin du Musée am Bisse d'Ayent, am Bisse de Sion und am Bitailla erklären Lehrtafeln die Komplexität der Wasserversorgung eines Einzugsgebiets und die räumliche Vernetzung der Bewässerungskanäle. Am Bisse de Clavau begleiten Trockenmauern den Verlauf. Der dortige Wanderweg folgt dem alten Verlauf, führt überhängend an alten Holzrinnen entlang und durch einen kleinen Tunnel. Entlang der Route laden zahlreiche kleine Hütten zur Verkostung regionaler Produkte ein.
Die unterschiedlichen Weglängen, Wegführungen und Themen lassen sich bei der Planung getrennt miteinander vergleichen.
Kultur
In Botyre befindet sich das Musée valaisan des Bisses in einem historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und verfügt über 270 m² Ausstellungsfläche. Das Museum präsentiert die Geschichte traditioneller Bewässerungskanäle von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Seine interaktive Gestaltung im Innen- und Außenbereich vermittelt Kindern Bewässerungstechniken, die noch heute genutzt werden.
Die Chapelle de Botyre stammt aus dem Jahr 1268. Ihr Fest wird jedes Jahr am 11. November mit einer gesungenen Messe gefeiert. Aufgrund ihres hohen Alters sollen die Glocke und der Altar der Kapelle besonders wertvoll sein. Die Chapelle St-Michel bei Place-Villa stammt aus dem 17. Jahrhundert und besitzt einen barocken Altar. Ein Kreuzweg säumt den Weg, der bei Place-Villa zum Gipfel des Château-Hügels führt.
In Signèse-Argnou wurde 1956 die 1898 erbaute Kapelle durch eine kleine Kirche ersetzt. Diese besitzt Glasfenster des Malers Monnier und Mosaike von Charles Menge. Die Kirche St-Romain in Ayent soll laut Müller spätestens zu Beginn des 11. Jahrhunderts erbaut worden sein.
Lac de Tseuzier und Rawyl
Der Lac de Tseuzier liegt auf 1.774 m in der Region Rawyl und ist Ausgangspunkt zahlreicher familienfreundlicher und anspruchsvollerer Wanderungen. Die leichte Umrundung des Sees ist 4,9 km lang und dauert etwa 1 Stunde 15 Minuten bis 1 Stunde 30 Minuten. Das linke Ufer des Staudamms von Tseuzier ist mit einem Kinderwagen zugänglich.
In den Klettergebieten Rawyl, Les Andins und Audannes gibt es mehr als 300 Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade. Zwischen Anzère, Ayent und dem Staudamm von Tseuzier verkehrt ein Shuttle.
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