Martigny-Combe zwischen Weinbergen und Kulturgeschichte

File:MY Combe.JPG File:MY Combe.JPG Foto: Hermenegilde via Wikimedia Commons, Public domain

Martigny-Combe erstreckt sich von der Ebene bis in die Berge. Plan-Cerisier ist eine geschützte ISOS-Anlage und Teil des eidgenössischen Inventars der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Plan-Cerisier war seit jeher eine temporäre Siedlung im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der Weinberge. Die Weinberghäuser beziehungsweise Mazots in Plan-Cerisier wurden während der Arbeiten im Weinberg und der Weinlese bewohnt.

Kultur und Weinbau

Der Weinbau von Martigny umfasst rund 120 Hektar; zwei Drittel davon liegen auf dem Gemeindegebiet von Martigny-Combe. Der Weinberg von Plan-Cerisier besitzt einen für das Wallis seltenen flachen Abschnitt. Seit 1994 veranstaltet der Verein Amis de Plan-Cerisier jedes Jahr am letzten Samstag im August das Fest „Plan-Cerisier en fête“ zu Ehren der regionalen Handwerker und Künstler. Hier treffen ein geschütztes Ortsbild, Weinbau, die frühere Nutzung der Weinberghäuser und ein feststehender Termin im August aufeinander.

Geschichtliche Spuren

Octodure, das in Forum Claudii Vallensium umbenannt wurde, entwickelte sich rasch zur Hauptstadt des römischen Wallis. Der Penninpass, der später Mont-Joux und schließlich Grosser Sankt Bernhard genannt wurde, verband den Norden mit Italien. Die Gemeindegeschichte stellt die Höhen beim heutigen Dorf Brocard und bei den Rappes in einen Zusammenhang mit den Véragres; der Historiker Louis Blondel vermutete, dass sich ihr Vicus auf der Colline Saint-Jean befand. Diese Colline wurde im Mittelalter von einer Burg eingenommen.

Eine Kapelle, die ein Schloss ergänzte, stammt vermutlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. In der Kapelle befindet sich ein schöner, von Albert Bochatay aus Holz geschnitzter Kreuzweg. Ein besonders bemerkenswerter barocker Altar enthält ein zentrales Ölgemälde, das Johannes den Täufer als Propheten zeigt, der ein Lamm empfängt. Die Datierung der Kapelle, ihre Verbindung zu einem Schloss und die Ausstattung mit Kreuzweg und Altar gehören dabei zu klar unterscheidbaren historischen Bezügen.

Erkundung und Wege

„Traptour – L’enchanteur Magnus“ ist ein Outdoor-Abenteuer in Martigny-Combe, das Rätsel und Erkundung verbindet und durch die Weinberge von Martigny-Combe führt. Die Unternehmung beginnt auf dem Parkplatz Eaux Vives in Martigny-Combe und dauert ungefähr zwei Stunden, davon etwa eine Stunde zu Fuß. Der Zugang führt von Gueuroz durch den Wald in Richtung Litroz über die Wiese La Taillaz. Für diese Unternehmung sind damit eine Gesamtzeit von ungefähr zwei Stunden und ein Gehanteil von etwa einer Stunde angegeben.

Naturraum und weitere Orte

Martigny-Combe gehört zu den sieben Gemeinden, deren Gebiet den Naturpark des Trienttals mit einer Fläche von 222 km² umfasst.

Weitere Orte im übergeordneten Destinationszusammenhang: Arbarey, Riddes, Saillon, Fully, Martigny, Trient Vs, Saxon und Isérables.

Es sind noch sieben gemeinschaftliche Brotöfen erhalten, von denen fast alle funktionstüchtig sind.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Martinach.

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