Zweidlen – Gottfried-Keller-Dichterweg, Kraftwerk und Rheinbefestigung
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Foto: Swissair Photo AG via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur und Literatur
Das Kraftwerk Eglisau in Zweidlen wurde zwischen 1915 und 1921 erbaut und steht als Zeugnis der damaligen Industriearchitektur unter Denkmalschutz.
Der Gottfried-Keller-Dichterweg ist eine Erlebniswanderung, auf der 14 Gedicht- und Texttafeln erklären, wo Gottfried Keller zu seinen Werken inspiriert wurde, und Einblicke in seine Gefühlswelt geben. Die Gehzeit beträgt etwa drei Stunden.
Sein Verlauf führt weiter bis zur S-Bahn-Station Zweidlen. In Glattfelden stammten die Eltern von Gottfried Keller; der Dichter besuchte dort mindestens dreimal für längere Zeit seine Verwandten. Das Gottfried-Keller-Zentrum zeigt eine Dauerausstellung über das Leben und Werk des Dichters. Im Saal finden neben Ausstellungen auch Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge statt.
Der Dorfkern von Glattfelden wurde als schützenswertes Ortsbild von überregionaler Bedeutung bezeichnet. Ein Grossbrand zerstörte 1748 im Dörfchen Zweidlen elf Häuser und Scheunen.
Ergänzend führen die Ortsseiten zu Höri, Bassersdorf, Rafz, Opfikon, Bülach, Kloten, Rorbas und Embrach.
Technik und Wege
Das Stromhaus «Burenwisen» zeigt historische und moderne Exponate sowie aktuelle Informationen zur Elektrizität. Zu sehen sind Elektrogeräte und technische Einrichtungen aus den vergangenen 100 Jahren. Experimente im Stromlabor und eine Tonbildschau ergänzen die praktische und anschauliche Wissensvermittlung.
Der Axpo Power Besucherdienst bietet Führungen im Wasserkraftwerk Eglisau an; die Kraftwerk Eglisau-Glattfelden AG hat ihren Sitz in Zweidlen ZH. Für die Führungen gilt ein Mindestalter von 12 Jahren. Sie können auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch stattfinden.
Von Glattfelden aus ist das Kraftwerk Eglisau zu Fuß in etwa 45 Minuten, mit dem Fahrrad in etwa 15 Minuten oder mit dem Auto in etwa 10 Minuten erreichbar. Für Ihre Planung lassen sich Gehzeit, Anreisearten, Altersgrenze und Themen nebeneinander abwägen.
Die Velo- und Kanutour durch das Zürcher Unterland führt mit dem Fahrrad von Bülach entlang der Glatt bis nach Zweidlen; anschließend setzt sie sich am Rhein mit dem Kanu in Richtung Eglisau fort.
Natur und Grenzgeschichte
Das Waldgebiet Steinbruch Zweidlen umfasst eine Höhle, die verschiedene Fledermausarten – darunter teilweise Arten der Roten Liste von höchster nationaler Priorität – als Winterquartier nutzen; möglicherweise dient sie auch als Zwischen- und Schwärmquartier.
Zweidlen-Schlossbuck in Glattfelden ist ein Kulturgut der Kategorie A und Teil der spätrömischen Rheinbefestigung. Zu den Anlagen der Grenzbefestigung am Rhein und auf dem Laubberg gehörten vier Mg-Bunker und 17 Unterstände, die vor und während des Aktivdienstes in den Jahren 1939 bis 1941 errichtet wurden.
Der Infanteriebunker Zweidlen Hörnli ist ein zweistöckiger Infanteriebunker am Rand des Wäldchens Hörnlirain nordöstlich von Zweidlen. Die Sperrstelle Zweidlen-Lätten umfasste die Grenzbefestigung am Rhein östlich von Kaiserstuhl bis östlich von Rheinsfelden sowie eine zweite Verteidigungslinie von Zweidlen bis Laubberg-Dachsberg.
Lokaler Charakter
Der Weinbau in Glattfelden wurde in den vergangenen Jahren wiederentdeckt. Die Modellbahnanlage in Glattfelden wird einmal jährlich für das Publikum geöffnet; private Führungen und Anlässe sind auf Anfrage möglich.
In Zweidlen Dorf werden Fleisch und Wein ab Hof in einem Selbstbedienungs-Hofladen verkauft.
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