Küsnacht: Kultur, Tobel und Zürichsee
Küsnacht zeigt in der Dauerausstellung des Ortsmuseums ein Nashorn im Tobel, die Tomatensorte «Küsnachter» und einen Unterwasser-Sprungturm.
Kultur
Das Ortsmuseum Küsnacht befindet sich in der ehemaligen Oberen Mühle. Hörinstallationen lassen dort einen «Tante-Emma-Laden» und eine Küche aus Grossmutters Zeiten lebendig werden. Ausserhalb der Öffnungszeiten des Ortsmuseums bietet sich der Audiowalk «Zeitfluss – dem Dorfbach entlang» der Kulturellen Vereinigung Küsnacht an. Für den Marktstand des Ortsmuseums kreiert Hans-Peter Fehr jedes Jahr ein besonderes «Küsnachterli»; die Variante wechselt von Jahr zu Jahr.
Die Galerie im Höchhuus bietet Kunstschaffenden aus der Region Ausstellungsräume in den historischen Räumlichkeiten an der Seestrasse 123 in Küsnacht. Jährlich organisiert sie vier bis fünf Ausstellungen mit zeitgenössischer Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Am historischen Standort im Höchhus öffnete die Bibliothek am Samstag, 31. Januar 2026 wieder; die Galerie nahm dort Ende Januar 2026 ihren Betrieb wieder auf.
Das Museum Haus C.G. Jung befindet sich im ehemaligen Wohnhaus von Carl Gustav Jung und seiner Familie in Küsnacht. Seine Arbeitsräume sind in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Mit der S-Bahn bis Küsnacht und anschliessend zu Fuss in 15 Minuten ist das Museum erreichbar. Die Reformierte Kirche Küsnacht wird in einer Urkunde vom 30. Mai 1188 als «Ecclesia de Chussennacho» erwähnt. Ihr spätgotischer Chor weist Fresken von 1482 auf, während die Chorfenster 1970 von Gian Casty geschaffen wurden. Der Platz auf der Wulp oberhalb des Küsnachter Tobels war wahrscheinlich bereits während der Bronzezeit um 1500 v. Chr. besiedelt.
Die Drachenhöhle im Küsnachter Tobel ist mit einer lokalen Sage verbunden, nach der dort ein schauriger Lindwurm gehaust haben soll.
See
Das Küsnachter Strandbad verfügt über einen langen Sandstrand, mehrere grosszügige Liegewiesen und einen gut ausgestatteten Spielplatz. Zum Angebot gehören ausserdem ein Sprungturm und mehrere Flosse. Das Kusenbad bietet einen Spielplatz, ein Floss und ein Kinderbecken. Für Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmer ist es eher ungeeignet, weil unmittelbar am Ufer die grosse Wassertiefe beginnt.
Am Kiosk des Kusenbads gibt es Bistrotische, an denen man den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein geniessen kann.
Natur
Zum Naturbereich am Hörnli am See gehört eine runde Sandlinse, deren lockerer Sand Nistraum für bodennistende Wildbienen und Solitärwespen bietet. Am Hörnli am See entsteht ein kleines Naturparadies für Wildbienen, Insekten, Amphibien und Vögel. Ein kurzer Spaziergang zum Seeufer am Hörnli am See ermöglicht es, die ersten Veränderungen des Naturbereichs zu entdecken.
Wege
Eine knapp zweistündige Wanderung von der Förch zum Zürichsee führt durch das idyllische, dicht bewaldete Küsnachter Tobel. Vom Küsnachter Tobel führt der Zürichsee-Rundweg zum Weiher Schübelweiher. Eine weitere Wanderroute führt von Küsnacht durch das Küsnachter Tobel und über den Pfannenstiel durch das Dorfbachtobel nach Meilen.
Durch das Küsnachter Tobel fliesst der Dorfbach, der die Wanderroute durch die Schlucht begleitet. Die Route führt durch ausgedehnten Mischwald hinauf zum Pfannenstiel und beginnt am Bahnhof Küsnacht ZH. Eine Etappe des Zürichsee-Rundwegs führt von Küsnacht ZH zum Bürkliplatz in Zürich. Unterschiedliche Weglängen und Zielpunkte lassen sich bei der Tagesplanung nebeneinander abwägen.
Ein längerer Weg führt vom Bahnhof durch das Küsnachter Tobel hinauf zur Burg auf der Wulp. In der Ringo-Geschichte fahren die beiden mit der Forchbahn zur Forch, gelangen durch das Küsnachter Tobel nach Küsnacht und fahren von dort mit dem Schiff zum Bürkliplatz in Zürich.
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