Böttstein: Schlosskapelle, Mühlen und Aaretal

File:Weerd Fischergrien.jpg File:Weerd Fischergrien.jpg Foto: Arkelin via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Böttstein liegt im unteren Aaretal zwischen Brugg und der deutschen Stadt Waldshut. Während der kurzlebigen Helvetischen Republik im späten 18. Jahrhundert wurden Böttstein und Leuggern zu Munizipalitäten.

Natur und Geschichte

Die Ortschaft Böttstein und das südöstlich davon gelegene Berggebiet liegen im Landschaftsschutzgebiet Aargauer Tafeljura. Dieses Schutzgebiet ist Teil des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Zu den Schutzgebieten von nationaler Bedeutung in der Gemeinde Böttstein gehören das Amphibienlaichgebiet Fischergrien am Aareufer, das Flachmoor Verlandung im Klingnauer Stausee, die Auenreste Klingnauer Stausee sowie die Trockenwiesen Chänebüel und Eichhalden.

Kultur

Die Schlosskapelle Böttstein wurde zwischen 1615 und 1617 im Stil des frühen Barock erbaut. Sie hat nationale Bedeutung und steht integral unter kantonalem Schutz. Zugleich gehört sie zu den am schönsten ausstuckierten Räumen nördlich der Alpen aus dem frühen 17. Jahrhundert. In der Böttsteinstube von Schloss Böttstein sind noch Stuckaturen erhalten.

An der Schlosskapelle Böttstein werden weiterhin Führungen angeboten. In der Schlosszone Böttstein können einige ihrer historischen Kulturgüter im Rahmen einer Führung erlebt werden. Dort stellen drei Vereine ihre Kulturgüter den Schulen zur Verfügung.

Mühlen und Technik

Die Untere Mühle Böttstein ist ein historisches Ensemble aus mehreren Gebäuden. Das Kellergeschoss des Mühlenhauses stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, während das Erdgeschoss und das Dachgeschoss 1847 vollständig neu errichtet wurden. Der Türsturz über dem Eingang zum Mühlenkeller trägt das Datum 1607.

Die Ölmühle in Böttstein ist eine gut erhaltene technische Anlage aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In ihr befindet sich ein weitgehend bauzeitliches Mahlwerk, darunter ein aus Eichenholz gefertigtes Schlegelwerk zum Pressen von Nüssen und Kernen. Das neue Wasserrad der Unteren Mühle Böttstein dreht sich seit dem 10. Mai 2024. In Böttstein befindet sich ein Holzwasserrad, das als Europas grösstes bezeichnet wird.

Bei der persönlichen Tagesplanung lassen sich in Böttstein zwei unterschiedliche Schwerpunkte gegenüberstellen: Baugeschichte und technische Kulturdenkmäler auf der einen Seite, Schutzgebiete und eine Wanderung auf der anderen.

Für Böttstein können bei Hotels Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen als Vergleichspunkte dienen. Wer eine Übernachtung plant, kann diese Kriterien getrennt von den beschriebenen örtlichen Schwerpunkten betrachten und die eigene Entscheidung nach den persönlichen Rahmenbedingungen ordnen.

Weitere Ortsseiten auf derselben Ebene sind Koblenz, Siglistorf, Tegerfelden, Bad Zurzach, Wislikofen und Endingen.

Wandern

Die Wanderung Böttstein Birch–Nünbrünne–Schloss Böttstein startet an der Haltestelle Böttstein, Birch. Sie führt zunächst durch offene Felder und lichte Waldränder. Die Quelle Nünbrünne ist ein kleines, geschichtsträchtiges Ziel dieser Wanderung. Die Wanderung Böttstein Birch–Nünbrünne–Schloss Böttstein ist mit Bahn und Bus erreichbar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zurzach.

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