Siglistorf – Aussicht, Natur und Geschichte im Aargau
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Foto: Dietrich Michael Weidmann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Siglistorf ist eine Gemeinde im Bezirk Zurzach im Kanton Aargau in der Schweiz. Im Jahr 2009 waren 52,5 % seiner Fläche bewaldet, 41,6 % wurden landwirtschaftlich genutzt. Das Naturschutzgebiet Im Grund umfasst einen Weiher mit Wasserpflanzen und vielen kleinen und größeren Wassertieren sowie eine Rietgraswiese und eine Hecke. Damit treten in Siglistorf Gewässer, geschützte Vegetation, Wald und Landwirtschaft als unterschiedliche Landschaftselemente nebeneinander. Der Ort verbindet diese ländliche Prägung mit Aussichtspunkten, nutzbaren Wegen und einer Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Natur
An der Spalteflue bestehen die Formationen aus abgebrochenen Felsen aus Konglomerat, das in der Schweiz auch „Nagelfluh“ heißt. Der Aussichtspunkt Siglistorf bietet Aussicht über Siglistorf und liegt in der Nähe der Spalteflue. Er ist ganzjährig geöffnet, und der Besuch ist kostenlos. Auf dem Buechstock wurde ein Aussichtspunkt mit Feuerstelle/Grill, Tisch und Bänken geschaffen. Ein komfortabler Rastplatz soll ganzjährig nutzbar sein. So zeigen die Naturziele verschiedene Seiten des Ortes: Felsformationen, den Blick über Siglistorf und einen Platz mit Ausstattung für eine Pause.
Wege und Aussicht
Die gepflegten Waldstrassen in Siglistorf laden zum Wandern und zu vielem mehr ein. In Siglistorf dürfen Sie alle Waldstrassen mit dem Fahrrad befahren, die mit Lastwagen befahrbar sind. Die Aussichtspunkte ergänzen dieses Wegenetz um feste Ziele im Gelände: Der Aussichtspunkt Siglistorf steht für den Blick über den Ort, während der Buechstock Feuerstelle/Grill, Tisch und Bänke nennt.
Anreise
Seit 1968 ist Siglistorf von den Bahnhöfen Mellikon-Rümikon und Niederweningen ZH aus mit dem Postauto erreichbar. Diese Verbindung gehört zur Ortsgeschichte und beschreibt den Zugang von zwei Bahnhöfen aus. Ergänzend können Sie die Ortsseiten von Endingen, Koblenz, Wislikofen, Bad Zurzach, Böttstein und Tegerfelden aufrufen.
Kultur
Die Fridolinskapelle in Siglistorf wurde 1969/70 nach Plänen von Ferdinand Pfammatter in Zürich erbaut. Sie ist ein Sichtbacksteinkomplex mit einem freistehenden Glockenturm und enthält buntfarbige Glasbetonbilder nach Entwürfen des Genfer Glaskünstlers Paul Monnier. Die ehemalige Mühle von Siglistorf wurde 1855 erbaut und hat ihr äußeres Erscheinungsbild weitgehend bewahrt. Der letzte Müller Johann Widmer betrieb die Getreidemühle vermutlich bis 1913. Die ehemalige Mühle gilt als ältester gewerblicher Bauzeuge von Siglistorf. Kapelle und Mühle stehen damit für zwei verschiedene historische Ebenen: die Kirche mit ihrer Architektur und Kunst, die Mühle mit ihrer früheren gewerblichen Nutzung.
Geschichte
Siglistorf wurde 1113 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name geht auf das althochdeutsche „Sigilinesthorf“ zurück und bedeutet „Dorf des Sigilin“. Siglistorf lag an einer damals wichtigen Handelsroute, die von Süddeutschland über Schaffhausen, Kaiserstuhl und Baden bis nach Genf führte; für den Transport von Salz aus dem Salzkammergut war sie besonders bedeutend. Die Ortsgeschichte verbindet dadurch die frühe Namensüberlieferung mit einer überregionalen Verkehrs- und Handelsroute.
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