Ipsach am Bielersee – Natur, Geschichte und Wasser
Natur und Ufer
In Ipsach ist das Erlenwäldli der ökologische Schwerpunkt des Seeufers und ein potenzielles kantonales Biotop der Auenlandschaft. Seine Landschaft umfasst Auenwälder, offene Feuchtlebensräume mit Riedflächen, Schilfbestände und Amphibienlaichgewässer; zudem ist das Gebiet im kantonalen Waldnaturinventar erfasst. Zum naturnahen Ufer gehören die gesamte Waldfläche, der Naturuferbereich östlich des Kiesstrands sowie wasserseitige Bereiche mit Schilf und einem Wellenbrecher.
Die Naturzone am Nidau-Büren-Kanal umfasst Wasserflächen, eine Vogelinsel, Schilfbepflanzung und eine kleine Aussichtsplattform. Mehrere Wanderwege in dieser Naturzone laden zu abwechslungsreichen Spaziergängen ein. Von der Anhöhe des Birlig reicht der Blick über den Bielersee auf die Stadt Biel mit ihren Vorortsgemeinden. Die Seezone von Ipsach verfügt über ein mehrheitlich zugängliches Ufer und Feuerstellen. Im Rahmen der Uferrevitalisierung sollte der Uferverbau vollständig zurückgebaut und durch eine naturnahe Uferbucht mit einer Flachwasserzone ersetzt werden, die seitlich von zwei Buhnen vor Wellenschlag geschützt wird.
Eine Kiesschüttung steht der Bevölkerung als Zugang zum See zur Verfügung. In der Seezone gibt es mehrere öffentliche Badeplätze mit Liegewiesen und Duschen; dazu gehören kleine Kieselstrände direkt am See. Die unterschiedlichen Uferbereiche, Wege und Wasserflächen lassen sich je nach gewünschtem Schwerpunkt miteinander vergleichen.
Wasser und Vereinsleben
An der Südseite des Bielersees befindet sich der Windsurfclub Ipsach in der Gemeinde Ipsach; sein Clubhaus liegt im Erlenwäldli. Der Club wurde 1984 gegründet. Die Gemeinde vermietet in der Seezone 23 Bootstrockenplätze für Jollen und Katamarane. Zu den Vereinsaktivitäten des Fischervereins Erlenwäldli gehören das jährliche Vereinsfischen und ein Fischessen am Strandboden.
Geschichte und Archäologie
Die älteste schriftliche Erwähnung von Ipsach stammt aus dem Jahr 1265. Die archäologischen Zeugnisse von Ipsach umfassen Spuren aus der Jungsteinzeit, eine bronzezeitliche Siedlung und einen römischen Gutshof. Zum römischen Gutshof gehören dokumentierte Überreste aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr.; außerdem gibt es umfangreiche Siedlungsreste aus der Spätbronzezeit um 1100–800 v. Chr.
Der römische Gutshof bei Ipsach wurde 1830 entdeckt. Bei neueren Ausgrabungen des römischen Gutshofs bei Ipsach wurden Gebäude im großen Wirtschaftsbereich freigelegt. Bei der Führung zur archäologischen Rettungsgrabung im römischen Gutshof von Ipsach begann die Führung alle 30 Minuten und dauerte etwa 30 Minuten. So stehen in Ipsach zeitlich weit auseinanderliegende Zeugnisse nebeneinander: von den Spuren der Jungsteinzeit über die Spätbronzezeit bis zu den römischen Überresten.
Anreise und praktische Hinweise
Für die Anreise betreibt die Aare Seeland mobil AG auf der Strecke zwischen Biel und Ins zwei Haltestellen in Ipsach; in Biel und Ins bestehen Anschlüsse an das nationale und internationale Fernverkehrsnetz. Ipsach ist mit dem Velo gut an die Stadt Biel angebunden. Routen des nationalen Netzes für den Langsamverkehr führen auch durch Ipsach; dieses Netz dient insbesondere dem Wandern, dem Velofahren, dem Mountainbiken, dem Skaten und dem Kanufahren.
Im Teilbereich 46.3 befinden sich unter anderem das Restaurant Le Cruchon und die Anlagen des Bundesamts für Sport (BASPO). Das Hallenbad in Ipsach wurde nach den Schulsommerferien vorläufig nicht geöffnet, bis die erforderlichen Abklärungen vorgenommen werden konnten.
Ergänzend lassen sich die Ortsseiten von Mörigen, Twann, Sutz-Lattrigen, Nidau, Studen, Täuffelen, Ligerz und Jens aufrufen.
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