Täuffelen am Bielersee: Kirchhof, Aaredelta und Bahnlinie
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Foto: Dietrich Michael Weidmann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Täuffelen liegt erhöht am Hang über dem Grossen Moos; hangparallele Ziegeldächer, der malerische Kirchturm und eine große Fabrik tragen zur markanten Silhouette des Ortes bei. Im Naturschutzgebiet „Aaredelta am Bielersee“ umfasst das Gebiet in Täuffelen-Gerolfingen Flachwasserzonen, Feuchtgebiete, Auenlebensräume und Teile des Strandbodens.
Kultur
Der Kirchhof ist der älteste und beste Teil des Ortsbildes von Täuffelen und umfasst Bauten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Sein Ensemble umfasst die Kirche und ein 1665 errichtetes Pfarrhaus. Dazu gehören außerdem ein ehemaliges Ofenhaus und ein Speicher aus dem 18. Jahrhundert. Das Ofenhaus wurde 2000 restauriert, ist bis heute intakt und wird zum Backen genutzt; viermal im Jahr werden seine Türen geöffnet.
Täuffelen und Gerolfingen werden keltischen Ursprungs zugeschrieben und bereits in Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts erwähnt. In Täuffelen am Ufer des Bielersees entstanden bereits in der Steinzeit vier Pfahlbauten. Anhand zahlreicher Funde wie Pfeilspitzen, Holzkeulen, Beilen, Spangen und Tonscherben konnten ihre Standorte genau lokalisiert werden. Vor 1846 war Täuffelen ein reines Bauerndorf. Das Unterdorf von Gerolfingen umfasst Mehrzweck- und Wohnhäuser des 19. und 20. Jahrhunderts mit Vollwalmdächern und Ründen.
Landschaft und Natur
Die Zwischenbereiche des alten Dorfes sind weitgehend ländlich geprägt und umfassen Bäume, Gärten, Wiesen, Mäuerchen und Zäune. Das Unterdorf von Gerolfingen liegt inmitten von unverbautem Wiesland mit zahlreichen Obstbäumen.
Das Naturschutzgebiet „Aaredelta am Bielersee“ ist 199,5 Hektar groß und umfasst das Mündungsdelta der Aare, eine Kiesinsel sowie die vorgelagerte Seefläche. Die Schutzregelung soll die Natur schützen und aufwerten, ohne die traditionellen Freizeitnutzungen unnötig einzuschränken.
Unterwegs
Die zahlreichen See-, Wald- und Feldwege in Täuffelen bilden ein Naherholungsgebiet mit Möglichkeiten zum Velofahren und Joggen. Am Strandboden besteht eine Bademöglichkeit im Bielersee; außerdem verfügt er über ein Beachvolleyballfeld sowie eine Grillstelle mit Tischen. Das Hallenbad im Oberstufenzentrum Täuffelen verfügt über ein 16 2/3 × 8 Meter großes Schwimmbecken und steht der Öffentlichkeit zu den von der Regionalen Bildungskommission festgelegten Zeiten zur Verfügung. Ein Hubboden kann auf verschiedene Höhen eingestellt werden.
Die Wanderung „Mit dem Bielersee im Rücken“ führt von Gerolfingen nach Studen, ist 11,7 Kilometer lang, dauert etwa drei Stunden und ist für Familien geeignet. Der Schatzplan-Rundgang führt durch Täuffelen-Gerolfingen vorbei an eindrucksvollen Gebäuden, faszinierenden Malereien und Aussichtspunkten. Der selbstgeführte Rundgang hat eine Gehzeit von 1 bis 1,5 Stunden und eine Gesamtdauer von 2 bis 2,5 Stunden. Er umfasst auch einen Spielplatz, an dem man sich nach einem kurzen Aufstieg ausruhen und stärken kann.
Bahn
Die Strecke der Biel–Täuffelen–Ins-Bahn in Gerolfingen wurde 1916 eröffnet. Der Bahnhof Täuffelen steht seit 1916 im Dienst der heutigen Aare Seeland mobil. Diese verkehrt am südlichen Ufer des Bielersees von Biel über Täuffelen nach Ins. Auf der Bahnlinie Biel/Bienne–Täuffelen–Ins können Reisende den Bielersee oder die St. Petersinsel sehen.
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