Mörigen am Bielersee: Natur, Wasser und Pfahlbaugeschichte

File:Mörigen.jpg File:Mörigen.jpg Foto: 02skyliner34 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mörigen verfügt über Naherholungsgebiete wie den See, den Wald und ein Naturschutzgebiet. Rund um Mörigen reichen erhaltenes Landwirtschaftsland, Wald und ein Naturschutzgebiet bis an das Ufer des Bielersees und bilden eine ökologisch ausgeglichene Naturlandschaft. Von Mörigen aus bietet sich ein schöner Ausblick auf den Bielersee und die bewaldete Jurakette. Dadurch treten Ufer, Wald, Landwirtschaftsland und die Jurakette als unterschiedliche Landschaftselemente hervor.

In Mörigen lassen sich diese örtlichen Schwerpunkte klar voneinander unterscheiden: die geschützte Uferlandschaft, die Freizeitanlagen am See, die Wege durch das nähere Umfeld und die Spuren der Pfahlbaugeschichte. Für die Tagesplanung stehen damit kurze Aufenthalte am Wasser, Wege verschiedener Länge und historische Themen nebeneinander, ohne dass sie zu einem einzigen Ortsbild zusammenfallen.

Natur

Das Naturschutzgebiet Mörigenbucht ist einer der wenigen noch erhaltenen natürlichen Uferabschnitte am Bielersee. Die ausgedehnten Verlandungszonen und Schilfröhrichte der Mörigenbucht bieten einer vielfältigen Flora und Fauna wertvolle Lebensräume. Als Überwinterungs- und Brutgebiet für Wasservögel ist die Mörigenbucht von großer Bedeutung. Die Bucht verbindet damit den erhaltenen Uferabschnitt mit besonderen Landschaftsformen und einer ausdrücklich genannten Funktion für Wasservögel.

Freizeit

Die Freizeitanlagen am See bieten eine Liegewiese und Einstiegsmöglichkeiten in den See. Eine Informationstafel am Eingang der Freizeitanlagen am See weist Gästen den Weg und zeigt die vorhandene Infrastruktur. Die Freizeitanlage am See sowie die zahlreichen Feld- und Wanderwege in Mörigen bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Der 21 km lange Abschnitt 1 des Seeland-Solothurn-Wegs Nr. 76 verläuft von Erlach nach Biel und bietet mit dem öffentlichen Strand in Mörigen auch eine Möglichkeit für Wasseraktivitäten. Die Spannweite reicht damit von einem Aufenthalt an der Freizeitanlage über Aktivitäten am Wasser bis zu einer längeren Wegstrecke. Wer die Möglichkeiten vergleicht, kann den öffentlichen Strand, die Liegewiese, die Einstiegsmöglichkeiten und den 21 km langen Wegabschnitt als getrennte Bestandteile der Freizeitplanung betrachten.

Geschichte

Die Möriger Bucht wurde um 3800 v. Chr. von Pfahlbauern besiedelt. Am Bielersee galt die Möriger Bucht als größte Pfahlbausiedlung. In der Nähe des Seeufers bei Mörigen wurden Hinweise auf eine große bronzezeitliche Pfahlbausiedlung gefunden. Die Ortsgeschichte umfasst damit sowohl die zeitliche Einordnung um 3800 v. als auch die bronzezeitlichen Funde in der Nähe des Ufers.

Eine Pfeilspitze aus einer bronzezeitlichen Pfahlbaufundstelle bei Mörigen am Bielersee wurde als aus meteoritischem Eisen stammend identifiziert. Dieser einzelne Fund ergänzt die Hinweise auf die bronzezeitliche Pfahlbausiedlung um ein eigenständiges Objekt. Wer sich mit der Geschichte des Ortes beschäftigt, kann daher die frühe Besiedlung, die Größe der Siedlung und die Pfeilspitze als drei getrennte historische Bezugspunkte betrachten.

Weitere Ortsseiten können Sie direkt aufrufen: Sutz-Lattrigen, Jens, Twann, Nidau, Ipsach, Studen, Ligerz und Täuffelen.

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