Ueberstorf zwischen Hochfläche, Sense und Kultur
Ueberstorf liegt auf etwa 658 Metern über Meer, 13 km ostnordöstlich von Freiburg in Luftlinie. Am 9. Mai 2019 wurden in Ueberstorf fünf örtliche Rundwanderwege offiziell eröffnet.
Landschaft zwischen Hochflächen und Flusstälern
Die Gemeinde erstreckt sich auf einer insgesamt leicht nach Nordwesten geneigten Hochfläche des Molasseplateaus zwischen den Flusstälern der Sense im Osten und des Tafersbachs (Taverna) im Westen, am Rand der ehemals moorigen Niederung des Mooses im Hügelland des östlichen Freiburger Mittellandes. Der höchste Punkt des örtlichen Geländes liegt auf der Höhi bei 818 Metern über Meer; das gewellte Hügelland von Ueberstorf liegt im Mittel auf etwa 650 Metern über Meer.
Die Geländemulde des Mooses im Südwesten der Gemeinde ist etwa 500 Meter breit und 2 Kilometer lang. Sie war ursprünglich eine Moorniederung und ist heute drainiert. Die Naturschutzgebiete von Sense und Schwarzwasser zählen zu den schönsten Naturperlen der Schweiz. Ihre frei fliessenden Gewässer laden zum Baden ein und bieten Tieren und Pflanzen eine Lebensgrundlage.
Weitere Ortsprofile: Schwarzsee, Düdingen, Plasselb, Wünnewil-Flamatt, Plaffeien, St. Ursen, Oberschrot, Tafers.
Wandern und Wege
Die Route «Ggùgg i d Wytti» bietet Aussicht auf der Höhi. «Chomm zue dr» ist ein Rundgang durch das Dorf und den Birchwald und umfasst einen Barfussweg.
«Loss d Natur» führt durch das Ledeu-Tal, während «Lùùf drùf los» zu den Weilern in der Gemeinde Ueberstorf führt. Für Ihre Planung stehen gedruckte Karten für die fünf Wanderwege bei der Gemeindeverwaltung zur Verfügung; eine elektronische Version kann heruntergeladen werden.
Die Hängebrücke über die Sense wurde nach zweimonatiger Bauzeit an Pfingsten 2009 für Fussgänger freigegeben.
Kultur und Sakralbauten
Die Pfarrkirche Johannes der Täufer in Ueberstorf wird erstmals im Jahr 1226 erwähnt. Die katholische Kirche erhielt durch die von Architekt A. Fraisse aus Freiburg geplante Vergrösserung einen vorwiegend neuromanischen Charakter. Die Kapelle Hostettle besteht in ihrer heutigen Form seit 1844 und ist den 14 Nothelfern geweiht. Über der Eingangstür befindet sich ein auf Holz gemaltes Bild, das die Heiligen Ursula, Johannes und Maria darstellt und an die Hochzeit von Hans de Gottrau und Ursula Englisberg im Jahr 1590 erinnert.
Die Magnuskapelle Obermettlen wurde 1672 von Bischof Strambino eingesegnet; in ihr steht ein Altar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts liess Dietrich von Englisberg das grosse Gebäude von Schloss Englisberg mit dem abgewalmten Satteldach errichten. Schloss Englisberg ist baugeschichtlich von ausserordentlicher Bedeutung: Es wurde im Sinne der aufkommenden Renaissance nach einem klar erkennbaren Bauplan errichtet, ohne dass der militärische Aspekt massgebend war.
Schloss Ratzé – Schloss Reyff stammt aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Der Riegelbau besitzt zwei Wappen, einen Treppenturm und einen im rechten Winkel angeordneten Wohntrakt. Das Techtermannhaus wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Sommersitz gebaut, ist in einen Baumgarten eingebettet und gilt kunstgeschichtlich als sehr wertvoller Vertreter eines Landhauses im französischen Stil des 18. Jahrhunderts.
Die Lourdesgrotte wird rege besucht; in den Sommermonaten finden dort regelmässig Gottesdienste statt, und sie ist ein beliebter Ort der Stille und des Gebets. Die Gemeinde Ueberstorf bietet jedes Jahr im Dezember einen besonderen Adventskalender an.
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