Glarus zwischen Stadtkultur und Alpenlandschaft

Glarus verbindet Stadtgeschichte, geologische Bildung und Alpenlandschaft mit kulturellen Angeboten im Ort. Seine Themen reichen von Baugeschichte und Demokratie bis zu Industriekultur und dem Lebensraum Gebirge.

Kultur und Geschichte

Die neoromanische Stadtkirche gilt als Wahrzeichen von Glarus. Sie wurde von 1863 bis 1866 nach Plänen des Architekten Karl Ferdinand Stadler erbaut und prägt durch ihre Lage und Größe das Glarner Stadtbild. In ihren Grundelementen folgt sie dem Typus einer romanischen Basilika; zwei Türme und Rosettenfenster über den Eingängen gehören zu ihrem Erscheinungsbild.

Glarus wurde erstmals im frühen 9. Jahrhundert als «Clarona» erwähnt; die erste Erwähnung in deutscher Sprache stammt aus dem Jahr 1178. Glarus erlebte eine frühe Industrialisierung. Der verheerende Brand von 1861 zerstörte große Teile des Ortes, sodass im Stadtbild nur sehr wenige Gebäude aus der Zeit vor dem Brand erhalten blieben.

Auf dem Zaunplatz findet alljährlich die Landsgemeinde statt, bei der direkte Demokratie erlebbar wird. Das Kunsthaus Glarus organisiert «Kunstschaffen Glarus» als wiederkehrende Überblicksausstellung mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern.

Im Jahr 2023 umfasste das Vermittlungsprogramm des Kunsthauses Glarus zahlreiche Führungen, Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Sammlungseinblicke.

Ort und Landschaft

Glarus liegt an der Linth zwischen dem Fuß des Glärnisch, der zu den Schwyzer Alpen gehört, im Westen, und dem Schilt in den Glarner Alpen im Osten. Glarus liegt zudem am Fuß des rund 2300 Meter hohen Vorderglärnisch; der höchste Punkt des Gemeindegebiets ist der 2914 Meter über Meer hohe Bächistock im Glärnischmassiv.

Seit dem 1. Januar 2011 umfasst die politische Gemeinde Glarus die ehemaligen Gemeinden Ennenda, Netstal und Riedern.

Die Ausstellung im Naturzentrum Glarnerland am Standort Glarus erklärt die Einzigartigkeit der Tektonikarena Sardona und die Entstehung der Glarner Hauptüberschiebung. Die Ausstellung im Besucherzentrum Glarnerland am Standort Glarus vermittelt Wissen über Landschaften, Tiere, Pflanzen und Menschen im Lebensraum Gebirge und ist für Familien geeignet.

Ergänzend finden Sie in der Ortsübersicht Glarus Süd, Näfels, Obstalden, Mollis, Mühlehorn, Matt, Nidfurn und Braunwald.

Rundgänge und Industriekultur

Der GeoStadtspaziergang Glarus ist ein deutschsprachiger Führer zu sechzehn geologisch bedeutenden Bausteinen in Glarus. Er führt zu Versteinerungen aus der Saurierzeit im Rathausbrunnen; in einem aus Muschelkalk gehauenen Fensterrahmen lassen sich Haifischzähne zählen.

Der Glarner Industrieweg von Elm bis Ziegelbrücke macht die Bedeutung von Glarus als Industriestandort erlebbar. Geologische, historische und industrielle Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Planung. Klassische Stadtführungen in Glarus haben Tradition.

Bei der Wahl eines Hotels in Glarus können Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen den persönlichen Rahmen sichtbar machen. Diese Angaben stehen neben den beschriebenen Stadt-, Kultur- und Landschaftsthemen. So lassen sich unterschiedliche Reisepläne mit den eigenen Vorstellungen zu Aufenthaltsdauer, Raumtyp und Flexibilität abgleichen, ohne die inhaltlichen Schwerpunkte des Ortes zu vermischen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Glarus.

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