Mons: Kirchen, Kulturlandschaft und Wanderwege
Mon verdient einen genauen Blick.
Kultur und Geschichte
Die über 1000 Jahre alte Kirche St. Cosmas und St. Damian steht in Mon an der historischen Durchgangsstrasse. Ihr Turm besitzt gekuppelte Rundbogenfenster; an ihm sind noch Spuren einer Darstellung des heiligen Christophorus erhalten. Der heilige Christophorus gilt als Schutzheiliger der Reisenden.
Die Kirche St. Franziskus in Mon ist eine barocke Kirche, die zwischen 1643 und 1648 erbaut wurde. Die katholische Kirche St. Franziskus mit Pfarrhaus in Mon ist im Schweizer Inventar 2026 als Kulturgut der Kategorie A aufgeführt. Sie gilt als Hauptwerk des Baumeisters Giulio Rigaglia aus Roveredo im Misox. Ein 1647 von Johann Rudolf Sturn geschaffener Freskenzyklus wurde bei der Renovation von 1974 bis 1976 wieder freigelegt. In der Kirche befindet sich ausserdem eine 1690 von Abbrederis geschaffene Orgel, die 1712 nach Mon gebracht wurde.
Die alte Kirche St. Damian in Mon ist im Schweizer Inventar der Kulturgüter für Graubünden als Kulturgut der Kategorie B eingestuft. Der Grundriss der ehemaligen Pfarrkirche mit Saalraum und halbrunder Apsis weist auf einen frühromanischen Bau hin. Die Wandmalereien stammen aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und werden stilistisch dem sogenannten Rhäzünser Meister zugeschrieben. Die Fresken im Chor und im südlichen Teil des Schiffs stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und werden dem lombardischen Kunstkreis zugeschrieben.
Mon wurde um das Jahr 1001 erstmals unter dem Namen de Maune erwähnt. Im August und Oktober 2023 wurde die Instandsetzung von drei weiteren Tgamons in den Gebieten Tocfs auf der Alp Foppa, Dartschapetta bei Mon und Sars unterhalb von Cre digl Lai fortgesetzt.
Landschaft und Wege
Castela-Sendas in der Gemeinde Mon ist als Kulturlandschaft mit besonderer Bewirtschaftung ausgewiesen und umfasst Hecken, Gebüsche, Terrassen, Magerwiesen und Feuchtgebiete.
Die 13,1 km lange Wanderung Veia digl Pader beginnt in Stierva, führt über Plangs nach Mon und weiter bis Savognin. Der Abschnitt der Via Sett von Mon nach Savognin verläuft auf der Veia digl Pader und führt durch eine vielfältige Kulturlandschaft mit ehemaligen Ackerterrassen und prähistorischen Siedlungsplätzen. Die Route vom Curvér pintg da Taspegn führt über Munter, Planezza und Plangs nach Mon.
Der Winterwanderweg von Mon nach Stierva bietet eine grossartige Aussicht auf das untere Albulatal. Auf dem Panoramaweg von Stierva nach Savognin können Wandernde über die Parc-Ela-App die rätoromanischen Gedichte des Paters Alexander Lozza unterwegs anhören. Sie können die beschriebenen Wege nach Verlauf, Jahreszeit, Strecke und kulturellem Bezug nebeneinanderstellen.
Das Postauto zwischen Tiefencastel und Stierva, über das die Veia digl Pader erreichbar ist, fährt nur nach Voranmeldung bis eine Stunde vor der Abfahrt. Weitere Ziele im selben regionalen Zusammenhang sind Alvaneu, Alvaneu Bad, Mutten, Surava, Schmitten, Bivio, Savognin und Sur.
Lokale Produkte
Im Hofladen Sur Castelas in Mon werden Alpkäse, Salsiz, Bratwürste, Dörrgemüse, Dörrfrüchte, Kartoffeln und weitere Produkte verkauft.
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