Schmitten: Kirchen, Erzgruben und Wege am Landwasserviadukt
File:Schmitten GR und Landwasserviadukt.JPG
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Schmitten liegt 400 Meter über dem Talboden auf einer Sonnenterrasse auf 1301 Metern über dem Meeresspiegel. Die Pfarrkirche Allerheiligen steht auf einem länglichen Hügel hoch über dem Albulatal und besitzt einen gotischen Glockenturm.
Kultur
Der Bau der Allerheiligenkirche begann möglicherweise um 1470; ihre Mauern umfassen noch heute das barocke Gotteshaus. Die spätgotische Allerheiligenkirche wurde zwischen 1703 und 1706 durch Kapuziner aus Brixen in ihre heutige Form umgestaltet. Die Baugruppe am Kirchhügel wurde 1761 durch einen Kreuzweg mit sieben Stationskapellen ergänzt. Vom 1707 erbauten Pfarrhaus führt ein Kreuzweg von 1761; seine Passionsbilder sind seit 1985 wieder vollständig renoviert.
Der helle Innenraum der Allerheiligenkirche vermittelt durch den glanzvollen Altar und die Wandgemälde einen originalen Raumeindruck aus barocker Zeit. Die gotischen Wandmalereien stammen aus dem 14. Jahrhundert und wurden von mehreren Malermeistern geschaffen. Die Kapelle St. Luzius ist ein spätromanischer Bau und wird heute wieder als Gottesdienstraum genutzt.
Im ehemaligen Schulhaus von Schmitten befindet sich das Ortsmuseum Schmitten. Es dokumentiert den sozialen Wandel mit dem Einzug der Moderne und vermittelt das Leben in einem einfachen Bündner Bergdorf im mittleren Albulatal. Im Museum befindet sich ein handgeschmiedetes Kreuz, das zum Gedenken an eine bestimmte, seit Langem verstorbene Person angefertigt wurde. Einblicke gibt es außerdem in bäuerliche Arbeit, verschiedene Handwerke, den Bergbau, das Brauchtum und kirchliche Traditionen. Tonbildschauen widmen sich dem Wandel des Dorfes im Lauf der Zeit und den Fresken in der St.-Luzius-Kapelle. Von Juli bis Oktober kann das Ortsmuseum mittwochs von 17:00 bis 18:30 Uhr besucht werden; Besuche sind auf Anfrage jederzeit möglich.
Geschichte
Im Schmittner Berg wurde mit Unterbrechungen von 1447 bis 1848 Erz abgebaut. Die ehemaligen Erzgruben liegen auf 2546 Metern an der Südostflanke des Bleibergs, der auch Blyberg oder Schafläger heißt, etwa fünf Kilometer nördlich von Schmitten. Der Hauptstollen des alten Bergwerks von Schmitten wurde 1967 von Richard Item-Stoller entdeckt, begehbar gemacht und erforscht. Das für Touristen zugängliche Labyrinth der Erzgruben verläuft als System aus Stollen und Gängen über drei Stockwerke. Von Juli bis Oktober werden geführte Touren zu den Erzgruben angeboten; die Wanderung ab der Schmittner Alp dauert zweieinhalb Stunden und führt auf diese Höhe.
Unterwegs
Zu den sommerlichen Möglichkeiten gehören Radtouren zur Schmittner Alp und auf den Touren der Umgebung. Von Davos oder Lenzerheide ist Schmitten über eine sehr gut ausgebaute Straße auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Mit dem Viaduktshuttle erreichen Sie die neue Haltestelle beim Landwasserviadukt, Schmitten GR Landwasserviadukt. Die Haltestelle Schmitten GR Landwasserviadukt ist mit dem Viaduktshuttle von Filisur oder Alvaneu erreichbar; alternativ fahren Sie mit dem Postauto von Chur nach Schmitten Dorf und gehen anschließend zu Fuß weiter.
Von der Haltestelle Schmitten GR Landwasserviadukt zum Landwasserviadukt sind es 0,6 Kilometer; die Strecke dauert etwa zehn Minuten und verläuft über einen gut ausgebauten Wanderweg mit Treppenstufen. Zur Aussichtsplattform Hennings gelangt man von derselben Haltestelle in etwa fünf Minuten. Ein Sommerspaziergang von Schmitten führt zum Landwasserviadukt, das seit dem 7. Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die unterschiedlichen Gehzeiten und Streckenlängen lassen sich für die eigene Tagesplanung direkt vergleichen.
Weitere Reiseziele in derselben regionalen Einordnung sind Riom-Parsonz, Salouf, Mons, Brienz/Brinzauls, Stierva, Tiefencastel, Savognin und Marmorera.
Wasserweg
Auf dem Wasserweg ansaina wird Wasser an elf Stationen in seinen vielfältigen Facetten in der Kulturlandschaft sinnlich erfahrbar gemacht. Die leichte Route ist 13,1 Kilometer lang und dauert etwa 2 Stunden und 30 Minuten. Der Wasserweg führt an Schwefel-Eisen-Quellen und am Landwasserviadukt vorbei. Sein Verlauf führt von Alvaneu Bad über das Schmittnertobel-Viadukt und Zinols/Rözenwald zurück nach Alvaneu Bad.
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