Celerina/Schlarigna – Kultur, Landschaft und Wintersport im Engadin
Celerina/Schlarigna im Engadin
Celerina/Schlarigna ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden und gehört zur Region Maloja. Der Ort liegt dort, wo drei grosse Täler zusammentreffen, in der Mitte einer weiten Talebene. Celerina bietet direkten Zugang zu Corviglia und zum Stazersee sowie ein vielfältiges Sport- und Kulturangebot für Einwohner und Gäste.
Am Nordrand befinden sich Bahnhöfe der Albulalinie, am Südrand Bahnhöfe der Berninalinie. Sie erleichtern die Erreichbarkeit und Ausflüge. So verbindet sich die Lage in der Talebene mit unterschiedlichen Möglichkeiten, die Umgebung auf Schienen zu entdecken.
Landschaft und Wege
Eine sportliche Wanderung in Celerina führt zur Hochebene Muottas da Schlarigna auf 2306 m Höhe und bietet weite Ausblicke. Die Wanderung Muottas da Schlarigna–Stazersee führt durch den Wald zu einem Aussichtspunkt und zu alten Arven im Oberengadin. Auf dem Höhenweg Via Engiadina umfasst das Wegenetz ausserdem eine Etappe von Celerina nach Bever.
Der Abschnitt der Via Engiadina von Marguns bis Samedan lässt sich als Rund- und Höhenwanderung mit grossartigen Ausblicken begehen. Unterschiedliche Wegformen und Strecken helfen dabei, Wanderpläne nach Länge, Höhenlage und Landschaftserlebnis zu vergleichen. Die Bäche Flaz und Schlattain wurden im 20. Jahrhundert eingedämmt, um wiederkehrende Schäden zu verhindern.
Winter und Sport
Das Corviglia-Skigebiet liegt zu einem grossen Teil auf Celeriner Gemeindegebiet. Die Gondelbahn Marguns bringt Gäste aus Celerina direkt in das Skigebiet. Corviglia verfügt über 24 Anlagen, 163 Pistenkilometer und 36 Pisten. Seit 1958 erschliesst eine Luftseilbahn nach Saluver eine Skiregion.
In Celerina stehen rund 30 Kilometer Langlaufloipen auf acht Loipen für klassischen Langlauf und Skating zur Verfügung. Im Langlaufzentrum Celerina befinden sich eine Langlaufschule, eine Vermietstation, eine Servicewerkstatt und eine öffentliche Garderobe. Die kurzen Rundstrecken des Langlaufangebots sind für klassischen Langlauf und Skating präpariert und weisen kein Gefälle auf.
Der Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina liegt auf 1800 m Höhe und ist die älteste Bobbahn sowie die einzige Natureisbahn der Welt. Auf ihr können Gäste eine Bobfahrt im Rennviererbob erleben. Im Sommer führt entlang des Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina ein Wanderweg mit Informationstafeln zur Geschichte der Bobbahn.
Kultur im Dorf
Besucher können durch den historischen Dorfkern von Celerina mit seinen traditionellen Engadinerhäusern spazieren. Die reformierte Kirche San Gian ist das Wahrzeichen von Celerina; sie besitzt Fresken und eine handbemalte Holzdecke und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Während der Öffnungszeiten kann die Kirche selbstständig besichtigt werden.
Die katholische St.-Antonius-Kirche wurde 1939 erbaut. Celerina führte 1577 als letzte Gemeinde der Region die Reformation ein. Eine der fünf Celeriner Kirchen ist ein Monument von nationaler Bedeutung. Damit stehen im Dorf unterschiedliche Zeugnisse der örtlichen Kirchen- und Siedlungsgeschichte nebeneinander.
Die „Senda rumauntscha“ führt durch das Dorf Celerina und vermittelt an fünf erlebnisreichen Stationen die rätoromanische Sprache. Interaktiv werden dabei Alltagsbegriffe vermittelt, lokale Traditionen erklärt, ein typisches Rezept vorgestellt und Zahlen erraten. Das „Dorf Rätsel“ ist ein familiengeeigneter Dorfrundgang durch Celerina mit lehrreichen Rätseln.
Der Alpabzug in Celerina ist eine fest etablierte Tradition. Er ist mit dem Ende der sommerlichen Alpweidezeit und des Landwirtschaftsjahres verbunden und bewahrt einen wichtigen Teil des Kulturerbes des Engadins. Das Bob Museum kann nach der einstündigen geführten Dorfführung durch Celerina besichtigt werden.
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