Flond: Reformationsgeschichte und Winterwege

File:Flond.jpg File:Flond.jpg Foto: Adrian Michael (attribution: I, Parpan05) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Flond ist ein Dorf in der Gemeinde Obersaxen Mundaun im Kanton Graubünden in der Schweiz. Es liegt auf 1.072 Metern Höhe; für das frühere Gemeindegebiet reicht die Höhenlage von 879 bis 1.335 Metern.

Kultur und Geschichte

Die Evangelische Kirche Flond enthält ein monumentales Wandfresko des aus Chur stammenden Kunstmalers Leonhard Meisser (1902–1977). Das Gotteshaus besteht aus einem Schiff und einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor, der sich in einem Rundbogen öffnet. An der Südseite des Chors steht der Turm mit einem hohen, achteckigen Spitzhelm.

Der rätoromanische Ausruf „Mira cheu!“ bedeutet etwa „Sieh mal hier!“ oder „Schau mal das hier!“. Die Galerie MiraCheu ist ein permanenter Ausstellungsraum von Samuel Inauen in der alten Sägerei am westlichen Ende des Dorfes Flond.

Flond ist mit Ilanz durch die Reformationsgeschichte verbunden: Der Übertritt zur Reformation erfolgte 1526, eine eigene Kirche wurde 1713 errichtet, und die kirchliche Trennung erfolgte 1731. Am alten Weg zwischen Flond und Ilanz war der letzte von sechs Kalkbrennöfen auf dem früheren Gemeindegebiet bis 1906 in Betrieb; 1990 wurde er restauriert.

Landschaft und Ortsbild

Flond hat eine landwirtschaftliche Prägung. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es ausgedehnten Ackerbau, während die Viehwirtschaft in neuerer Zeit eine bedeutende Stellung einnahm. Stattliche Steinhäuser prägen das Dorfbild in Obersaxen Mundaun; errichtet wurden sie von zurückkehrenden Auswanderern.

Für weitere Ortsvergleiche auf derselben übergeordneten Ebene stehen Igels, Ladir, Sagens, Breil-Brigels, Lumbrein, Sumvitg, Cumbels und Waltensburg.

Winterwege und Langlauf

Die Langlaufloipe Plaun Sura in Flond ist ein mittelschwerer Rundkurs von 3,2 Kilometern. Sie beginnt und endet beim Schulhaus in Flond und verläuft durch leicht coupiertes Gelände.

Die Winterwanderung Flond–Valata beginnt beim Schulhaus neben der Langlaufloipe in Flond. Sie führt durch ein Waldstück nach Valata, an der Kapelle St. Anna vorbei, steigt kurz in Richtung Surcuolm an und führt über Clavaniev zurück nach Flond. Die Strecke ist 6,9 Kilometer lang und weist 220 Höhenmeter Aufstieg sowie 171 Höhenmeter Abstieg auf; mit dem Postauto bis Flond ist sie erreichbar.

Der Schlittelweg Cuolm Sura–Ilanz führt über Flond nach Ilanz. Auf der Route Piz Mundaun–Ilanz gibt es zwischen Cuolm Sura und Flond signalisierte Varianten in den Schwierigkeitsgraden Blau, Rot oder Schwarz.

Bei der Planung lassen sich die ausgewiesenen Längen, Höhenmeter, Geländeformen und Schwierigkeitsgrade getrennt betrachten. Eine Langlaufloipe in der Surselva ist ein anspruchsvoller Rundkurs von 7,6 Kilometern und kann sowohl im Skating-Stil als auch im klassischen Stil genutzt werden. Die betreffende Loipe wird künstlich beschneit und bietet dadurch verlässlichere Bedingungen. Jeden Abend ist sie bis 21.00 Uhr beleuchtet.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Surselva.

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