Ausserferrera im Val Ferrera – Berge, Wege und Geschichte
Unterkünfte in Ausserferrera
Ausserferrera liegt am Averser Rhein, auf Rätoromanisch Ragn da Ferrera; an diesem Gewässer befindet sich Magic Wood, ein vollständig im Wald gelegenes Bouldergebiet. Das Gebiet ist ungefähr 250 Meter breit und 500 Meter lang; der Zugang führt über eine Brücke.
Landschaft
Ausserferrera ist ein Ortsteil der Gemeinde Ferrera im Schweizer Kanton Graubünden und war bis Ende 2007 eine selbständige Gemeinde. Das Ortsgebiet reicht auf der linken Talseite bis zum 2.855 Meter hohen Hüreli und auf der rechten Talseite bis zum 3.060 Meter hohen Piz Grisch. Der Ort liegt auf 1.316 Metern über Meereshöhe; das Ortsgebiet reicht von 1.205 bis 3.056 Metern. Es besteht zu 20 Prozent aus Wald und wird zu 29 Prozent landwirtschaftlich genutzt; 50 Prozent gelten als unproduktiv. Die Felswände bei Ausserferrera bestehen aus penninischen Gesteinen der Suretta-Decke, insbesondere aus Rofna-Gneis, einem Porphyrgneis.
Wandern
Die Wanderung zur Alp Nursera und durch den Schwarzwald beginnt an der Postauto-Haltestelle Ausserferrera. Auf dieser Wanderung kann ein Bergwerksstollen unter Führung besichtigt werden. Die Wanderung von Ausserferrera nach Sufers führt über den Ragn da Ferrera und den Averser Rhein in Richtung Alp Nursera. Ihr höchster Punkt liegt auf gut 2.000 Metern, von dort reichen die Ausblicke ins Val Schons bis zum Haldensteiner Calanda. Anschließend führt der Weg durch den Göriwald hinunter zum Sufnersee und endet in Sufers. Die genannten Fluss-, Höhen-, Wald- und Seeabschnitte machen den Verlauf in seinen einzelnen Etappen nachvollziehbar. Die beiden beschriebenen Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Auf dem Weg zur Alp Nursera verbindet sich der Verlauf mit dem geführten Besuch eines Bergwerksstollens. Die Strecke nach Sufers ordnet dagegen Fluss, Wald und See in eine Abfolge bis zum Zielort. So lassen sich die vorhandenen Angaben nach Landschafts- oder Kulturbezug lesen, ohne die Wege gleichzusetzen.
Kultur und Geschichte
Schmelzi Ausserferrera ist eine historische Verhüttungsanlage bei Ausserferrera. Die Verhüttungsanlage ist öffentlich zugänglich; bei Schmelzi Ausserferrera sind die stillgelegten Minen und ihre sichtbaren historischen Relikte noch erhalten. Die historische Alte Averserstrasse wurde 1895 erbaut und in den letzten Jahren für Wandernde wieder begehbar gemacht. Auf dem Abschnitt der Alten Averserstrasse nach Ausserferrera gibt es sorgfältig restaurierte Natursteinbrücken.
Das Dorf Ausserferrera besteht überwiegend aus alten Holzhäusern. Die Siedlung Cresta liegt auf einer Terrasse 350 Meter oberhalb des Dorfes und wird nur im Sommer bewohnt. Im Dorf Cresta steht eine alte, denkmalgeschützte Kirche in aussichtsreicher Lage. Die Evangelische Filialkirche Cresta wird von Erwin Poeschel aufgrund der gerade geschlossenen Lichtschlitze in der Apsis und der Kragung des Portalsturzes in die spätromanische Zeit nach 1200 datiert.
Weitere Ortsseiten: Portein, Wergenstein, Nufenen, Paspels, Almens, Donath, Urmein und Rothenbrunnen.
Anreise
Ausserferrera und Sufers sind von Andeer aus mit dem Postauto erreichbar.
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