Paspels zwischen Kapellen, Burgenweg und Canovasee
Unterkünfte in Paspels
Kultur
In Paspels steht die Kapelle St. Maria Magdalena als romanische Saalkirche mit einer halbrunden, sehr niedrigen und mit Steinplatten gedeckten Apsis. Erhalten sind dort frühgotische Wandmalereien des Waltensburger Meisters aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts.
An der Kapelle St. Lorenz stand vermutlich bereits im 7. Jahrhundert eine erste Kapelle; als Pfarrkirche von Paspels wurde sie 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde aus der Jungsteinzeit und der Römerzeit belegen, dass das Gebiet um Paspels bereits in diesen Epochen besiedelt war.
Paspels wurde erstmals 1237 als „villa Pascuals“ urkundlich erwähnt; zu dieser Zeit war die Burg Alt Sins der Mittelpunkt des umfangreichen Besitzes der Freiherren von Vaz im Domleschg. Die vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Burg war ursprünglich Sitz einer kleinen Grundherrschaft, die aus dem Hof Paspels hervorgegangen war. 1285 wurde Alt Sins erstmals urkundlich erwähnt. Von der Anlage sind die Ruinen eines viergeschossigen Wohnturms mit Ringmauer erhalten.
Die Burg Neu Sins / Canova wurde vermutlich von den Herren von Vaz in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Von ihr ist noch die Hälfte des viergeschossigen Wohnturms mit Resten einer Kamin- und Ofenanlage sowie einer viereckigen, in den Felsgrund gebauten Zisterne erhalten. Die Ruine liegt auf Privatgrund und ist nicht öffentlich zugänglich, kann aber vom Burgenweg Domleschg aus besichtigt werden.
Schloss Paspels wurde vermutlich von Jahn Victor von Travers-Ortenstein um 1695 erbaut und um 1730 von seinem gleichnamigen Sohn umfassend umgebaut.
Wege
Die Wanderung von Tomils via Paspels nach Scharans erreicht nach einer Waldpassage und einem kurzen Aufstieg den Dorfrand von Paspels; ein schmaler Pfad führt weiter zum Turm der Burgruine Alt Sins hinauf. Der Burgenweg Domleschg kann etappenweise und in Kombination mit dem Postauto erkundet werden.
Die Route des Burgenwegs Domleschg umfasst unter anderem den Canovasee und Paspels. Alt Sins liegt direkt am Burgenweg Domleschg und ist auf eigene Verantwortung zugänglich. Die Etappenform, die Postauto-Kombination und der beschriebene Aufstieg bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die historischen Orte in die eigene Planung einzuordnen.
Weitere Ortsseiten führen zu Flerden, Feldis, Pignia, Fardün, Almens, Scharans, Zillis und Splügen.
Landschaft
Das ehemalige Gemeindegebiet von Paspels liegt auf einer Terrasse über dem rechten Ufer des Hinterrheins am Westhang des Stätzerhorns. Von insgesamt 457 ha entfielen 259 ha auf Wald und Gehölze, 152 ha waren landwirtschaftlich nutzbar, 28 ha waren Siedlungsfläche und 18 ha unproduktive Fläche, meist Gebirge.
In Paspels werden vorwiegend Viehwirtschaft und Ackerbau sowie etwas Obst- und Weinbau betrieben. Die Flächenaufteilung und die landwirtschaftliche Nutzung beschreiben einen Ort, dessen historische Einordnung eng mit Terrassenlage, Wald, Gebirge und bewirtschafteten Flächen verbunden ist.
Wasser
Der Canovasee ist ein warmer Badesee, der im Sommer weit über 20 Grad erreicht. Der Canovasee ist ganzjährig zugänglich; während der Badesaison bietet ein Kiosk Glacé, Getränke, Hot Dogs, regionale Grillwürste, hausgemachte Backwaren und verschiedene Süssigkeiten an.
Von der Bushaltestelle Paspels (Post) führt ein Naturweg zum Canovasee und dauert zu Fuss etwa 15 Minuten. Der Schlüssel für die Kapelle St. Lorenz ist beim Denner-Laden in Paspels an der Domleschgerstrasse 71 hinterlegt; von der Bushaltestelle Paspels, Dorf ist die Kapelle zu Fuss etwa 20 Minuten entfernt.
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