Sufers am Sufnersee im Rheinwald
Unterkünfte in Sufers
Sufers ist eine politische Gemeinde in der Region Viamala im Schweizer Kanton Graubünden. Das Haufendorf liegt im westöstlich verlaufenden Rheinwald nördlich des zum Sufnersee gestauten Hinterrheins, an der Mündung des Steilerbachs. Der Sufnersee liegt größtenteils auf dem Hoheitsgebiet der Gemeinde Sufers. Sufers ist zudem das einzige Dorf der Region mit direktem Zugang zum See.
Natur und Höhenlagen
Das Gemeindegebiet umfasst im Nordwesten das 4 km lange Steilertal und im Süden das 7 km lange Surettatal. Das Surettatal wird an beiden Seiten von über 2.500 m hohen Bergketten begrenzt. Im Hintergrund überragt das vergletscherte Surettahorn mit 3.026 m Höhe das Tal. Rund um das Steilertal erreichen das Teurihorn rund 2.973 m, das Alperschällihorn rund 3.039 m und die Grauhörner (Pizzas d'Anarosa) rund 3.000 m Höhe.
Der Lai da Vons liegt hoch über Sufers und Andeer auf 1.991 m Höhe. Er ist von alpiner Bergflora umgeben und bietet Ausblicke auf die Berge des Rheinwalds. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist der Lai da Vons erreichbar; in den Sommermonaten fährt ein Wanderbus von Sufers fast bis zum See. Das Wandergebiet bei der Cufercalhütte bietet im Sommer eine artenreiche Flora und Fauna, darunter Steinböcke und Gämsen. Die Cufercalhütte selbst liegt auf einer Weideterrasse am Südfuß des Piz Calandari auf 2.385 m Höhe.
Wege und Jahreszeiten
Die Rundwanderung durchs Surettatal beginnt und endet in Sufers, führt um den Sufnersee sowie über die Surettaalp und ist 12,30 km lang; sie dauert etwa vier Stunden. Entlang des Rundwegs am Sufnersee laden neun Sitzbänke zum Verweilen ein. Am Ufer des Sufnersees gibt es drei offizielle Feuerstellen.
Sufers liegt am Kultur- und Weitwanderweg Via Spluga sowie an der nationalen Veloroute Nr. 6. Im Winter führt der Panell-Schneeschuhtrail hinunter zum Stausee Sufers. Über den Winterwanderweg um den See herum kann der Weg bis nach Sufers fortgesetzt werden. Die unterschiedlichen Weglängen, Gehzeiten und Jahreszeiten bilden klare Bezugspunkte, wenn Sie Ihre Tage zwischen See, Tal, Höhenweg und Winterroute ordnen.
Geschichte und Kultur
Sufers ist 831 erstmals urkundlich als Subere erwähnt; zehn Jahre später wurde dort eine Kirche gestiftet. Das äußere Rheinwald war historisch von rätoromanischer Bevölkerung besiedelt. Nachdem sich die Walserkolonie des inneren Tals um 1300 nach Sufers ausgedehnt hatte, wurde Deutsch zur Hauptsprache.
Die reformierte Kirche von Sufers ist ein denkmalgeschütztes reformiertes protestantisches Gebäude im Kanton Graubünden. Ihre Ursprünge reichen bis 841 zurück; das heutige Gebäude wurde während der frühen Bündner Wirren von 1618 bis 1625 errichtet.
Das Festungsmuseum Crestawald vermittelt Schweizer Militärgeschichte und Einblicke in die Zeit des Kalten Krieges in einer unterirdischen Festungsanlage. Die Befestigungsanlagen von Crestawald wurden von September 1939 bis 1940 errichtet, um die Nord-Süd-Transitachse durch Graubünden zu sperren. Die Festungsanlage ist für Einzelbesucher und im Rahmen geführter Rundgänge geöffnet. Gilli's Museum zeigt Haushalts- und Landwirtschaftsgegenstände aus mehreren Jahrhunderten.
Weitere Ziele: Hinterrhein, Masein, Urmein, Tartar, Donath, Präz, Paspels, Trans
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