Schiers: Salginatobelbrücke, Schraubachtobel und Rätikon
Die Salginatobelbrücke bildet das Kernstück der Verbindungsstraße von Schiers nach Schuders und überspannt die Salginaschlucht mit einem eleganten Bogen in einer Höhe von über 90 m. 1991 erklärte die ASCE sie zu einem „World Monument“. Schiers ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden und gehört zur Region Prättigau/Davos. Im vorderen Prättigau liegt Schiers an der Mündung des Schraubachs in die Landquart; die Landquart durchfließt das Gemeindegebiet auf etwa 5 km Länge von Südost nach Nordwest.
Weitere Ziele: Sankt Antönien, Davos Wolfgang, Pragg-Jenaz, Saas, Davos, Davos Platz, Conters Im Prättigau, Fideris
Kultur und Geschichte
Die reformierte Kirche St. Johann in Schiers wurde 1101 erstmals erwähnt und war die Mutterkirche des Prättigaus. Der heutige Neubau der reformierten Kirche St. Johann in Schiers wurde 1519–1522 errichtet. Durch eine bischöfliche Stiftung um 1100 und Schenkungen weltlicher Hand wurden die Domherren von Chur im 12. Jahrhundert zu den bedeutendsten Grundbesitzern in Schiers. 1335 gelangten die Hoheitsrechte durch Erbschaft von den Vazern an die Toggenburger; das Ende ihrer Herrschaft gab 1436 den Anlass zur Gründung des Zehngerichtenbundes. Später gelangten die Hoheitsrechte an die von Montfort, von Matsch und schließlich an das Haus Habsburg, von dessen Herrschaft sich die Prättigauer 1649 freikauften.
Wege und Routen
Der historische Rundpfad zur Salginatobelbrücke ist vom Dorfzentrum Schiers aus zu Fuß ausgeschildert und führt auf der rechten Seite des Salginatobels zu einer Aussichtsplattform hinauf. Unterwegs gibt es eine große Feuerstelle mit Trinkwasser. Die Wanderung durch das Schraubachtobel beginnt am Bahnhof Schiers; die Wegweisung führt zunächst zum Rundweg Salginatobelbrücke. Auf der Wanderung durch das Schraubachtobel geben interessante Felsformationen Einblick in die Alpenfaltung. Bei der Chalchofenhütte gibt es eine Feuerstelle; ein weiterer Picknickplatz liegt etwa 1 km vor der Abzweigung nach Schuders.
Die Rätikon-Bike-Tour führt über den Sagenweg steil hinunter ins Schraubachtobel und endet nach der Fahrt durch das wilde Tobel im Talort Schiers. Der Schraubach zählt zu den größten Wildbächen der Schweiz. Rundpfad, Tobelwanderung und Bike-Tour unterscheiden sich in Verlauf und Aktivität; diese Angaben können Sie vor der Tagesplanung direkt miteinander vergleichen.
Landschaft und Stelsersee
Der südlich der Landquart gelegene Landquartberg ist bis zur Talsohle fast durchgehend bewaldet und erreicht rund 1.600 m ü. M. Der nördliche Teil des Gemeindegebiets von Schiers erstreckt sich von der Landquart bis zu den Gipfeln des Rätikon, an die Wasserscheide zum Montafon und zugleich an die Staatsgrenze zu Österreich. Vom Stelserberg bietet sich eine Rundsicht auf die umliegende Bergwelt. Das Berghaus zum See am Stelserberg liegt auf 1.640 m ü. und ist mit dem Auto erreichbar.
Der Stelserberg bietet im Sommer Möglichkeiten zum Wandern und Biken sowie im Winter für Schneeschuh- und Skitouren. Der Stelsersee ist ein Bergsee mit wertvollen Verlandungszonen und einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Am Stelsersee kommen seltene Libellen vor, darunter die Kleine Moosjungfer und die Speer-Azurjungfer. Der Stelsersee ist mit der Rhätischen Bahn bis Schiers, anschließend mit dem Postauto bis Stels zur letzten Haltestelle Mottis und danach in etwa 50 Minuten zu Fuß erreichbar.
Anreise
Am Bahnhof Schiers stehen ein stufenloser Perronzugang sowie Rampe oder Lift zur Verfügung. Der Bahnhof Schiers der Rhätischen Bahn ist ein unbedienter Bahnhof.
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