Sankt Antönien – Rätikon, Partnunsee und Kultur

File:St. Antönien 2020.jpg File:St. Antönien 2020.jpg Foto: Orlando Mugwyler via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Natur

Sankt Antönien liegt im St.-Antöniental, einem nördlichen Seitental des Prättigaus, im Kreis Luzein im Bezirk Prättigau/Davos des Kantons Graubünden in der Schweiz. Das Gebiet von St. Antönien umfasst den oberen, Partnunertal genannten Talabschnitt und das von links einmündende Gafiertal; im Norden und Osten grenzt es auf dem Grat des Rätikons an Österreich.

Die Rätikonkette bildet die Wasserscheide gegen das Montafon. Zu ihren höchsten Bergen zählen die Sulzfluh mit 2.817 m im Norden, die Schijenflue mit 2.625 m im Nordosten und das Madrisahorn mit 2.826 m im Südosten; das Madrisahorn ist der höchste Punkt der Gemeinde.

Der kristallklare, idyllisch gelegene Partnunsee ist von den Berghäusern in Partnun in etwa 25 Minuten erreichbar. Direkt am Partnunsee stehen zwei Ruderboote zum Ausleihen zur Verfügung.

Weitere Ortsseiten im regionalen Umfeld: Jenaz, Pragg-Jenaz, Arosa, Luzein, Seewis Im Prättigau, Küblis, Schiers, Valzeina.

Wandern

Die verschiedenen Ausgangspunkte, Markierungen und ungefähren Zeitangaben lassen sich direkt vergleichen. Die Älpli-Junker-Rundtour ist als Trail Nr. 21 rot markiert und mäßig anspruchsvoll; von verschiedenen Punkten aus bietet sie schöne Ausblicke auf das Dorf und den gesamten Talkessel.

Eine Wanderung von der PostAuto-Haltestelle St. Antönien Platz zum Partnunsee dauert etwa zwei Stunden; von St. Antönien Rüti dauert sie etwa eineinhalb Stunden. Die Kehren des Asphaltbands hinauf nach Partnun lassen sich auf einem markierten Weg abkürzen. Die beiden Zeitangaben nennen unterschiedliche Startpunkte und machen den jeweiligen Wegabschnitt unmittelbar vergleichbar.

Der Zustieg zum Sulzfluh-Klettersteig beginnt in St. Antönien, Litzirüti, auf 1.460 m Höhe. Ein etwa 45-minütiger Aufstieg führt im Umfeld von St. Antönien zum Weiler Sunnistafel und in ein als Murmeltierland bezeichnetes Gebiet.

Kultur

Das Antoniuskreuz bezieht sich auf den Namen von Ort und Talschaft und ist nach dem heiligen Abt Antonius, dem Patron der Kirche, benannt; es trägt die Farben des Zehngerichtenbundes.

Das Haus der Lawinen – Laubänähus zeigt eine Ausstellung zur Geschichte und zu den Erlebnissen rund um die Lawinen von St. Antönien. Alte Filmdokumente und neue Aufnahmen von Überlebenden mit ihren Erinnerungen sind dort in einem Kleinkino zu sehen.

Ein Zeitstrahl führt durch Planung und Bau des Lawinenschutzes von den Anfängen bis heute.

Der Familien-Klettergarten Partnunblick eignet sich auch für den ersten Kontakt mit Fels.

Lokales

Bündner Nusstorte gilt als regionale Spezialität des Prättigaus im Kanton Graubünden. In Rahm und Zucker karamellisierte Walnüsse gehören zu ihren Zutaten.

Sankt Antönien ist mit der Rhätischen Bahn bis Schiers oder Küblis und anschließender Fahrt mit dem Postauto erreichbar. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln geht es mit der Rhätischen Bahn bis Schiers oder Küblis und anschließend mit dem Postauto weiter.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prättigau-Davos.

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