Rebeuvelier – Jura-Landschaft, Kultur und Wege
Rebeuvelier ist ein ländlich geprägtes Dorf auf einem weiten Sattel nördlich des Mont Raimeux, etwa sieben Kilometer Luftlinie südöstlich von Delémont. Bis Ende 2018 war Rebeuvelier eine eigenständige politische Gemeinde im Distrikt Delémont des Kantons Jura. Am 1. Januar 2019 fusionierte der Ort mit Courrendlin und Vellerat zur Gemeinde Courrendlin.
Für den Vergleich mit weiteren Ortsseiten können Sie außerdem Courroux, Soyhières, Saulcy, Glovelier, Courfaivre, Vermes, Bourrignon und Undervelier betrachten.
Landschaft und Höhen
Das Gebiet von Rebeuvelier bildet eine Geländemulde, die von Montchemin im Westen sowie Rosé und Moton im Norden flankiert wird. Zwei Täler entwässern diese Mulde nach Norden. Im weiteren Umfeld steigt das Gelände am steilen Jurafaltenhang des Mont Raimeux bis zu dessen 1.302 Meter hohem Gipfel an. Dieser Gipfel ist der höchste Punkt der ehemaligen Gemeinde und des Kantons Jura.
Eine Rundwanderung ab Rebeuvelier erreicht den Gipfel des Raimeux auf 1.302 Metern Höhe und bietet Ausblicke auf den Kanton Jura und die Weissensteinkette. Der Aussichtspunkt Les Rochers du Midi eröffnet Blicke auf das Tal von Delémont und auf die Schlucht, durch die die Birse fließt. Die Angaben zu Höhenlage und Aussichtspunkten lassen sich für die eigene Tagesplanung getrennt von den kulturhistorischen Orten betrachten.
Das Château de Raymontpierre liegt auf 1.000 Metern an den Hängen des Raimeux und ist von Wäldern umgeben. Die Grotte de la Baume, auch Dos la Baume genannt, ist ein bemerkenswerter Naturstandort am Fuß des Raimeux-Massivs in Rebeuvelier. Sie ist ausgebaut und wird von Wanderern aufgesucht.
Kultur und Geschichte
Die Baugeschichte des Château de Raymontpierre reicht bis ins Jahr 1593 zurück: Georges Hugué begann damals mit Zustimmung von Christophe Blarer de Wartensee, Fürstbischof von Basel, mit dem Bau. Das Château besitzt ein Hauptgebäude mit einem runden Turm, eine Kapelle mit nachgotischen Fenstern sowie eine Umfassungsmauer mit zwei rekonstruierten Ecktürmchen.
Auch die Kirche in Rebeuvelier verbindet mehrere klar datierte Elemente. Sie wurde 1732 wiederaufgebaut, während die Pfarrei Rebeuvelier 1763 wiedererrichtet wurde. In der Kirche befinden sich Glasfenster des französischen Glasmalers L. Koch aus Beauvais im Département Oise, die etwa aus den Jahren 1906 bis 1908 stammen. Außerdem steht dort eine Orgel der Manufaktur Kuhn aus Männedorf aus dem Jahr 1952.
Zur Geschichte der örtlichen Glasproduktion gehört die ehemalige, „de Roches“ genannte Glashütte am Ort La Verrerie in Rebeuvelier, die 1797 gegründet wurde. Rebeuvelier-La-Verrerie war die erste im Maßstab Mitteleuropas ausgegrabene Glasproduktionsstätte des 19. Jahrhunderts. Bei den Ausgrabungen konzentrierten sich die Untersuchungen auf die Fertigungshalle und die hydraulische Mühle.
Wege und Aktivitäten
Der Tour de R'beutz wurde 1985 erstmals organisiert und anschließend jedes Jahr wiederholt. Er war zunächst ausschließlich für Läufer vorgesehen und wurde ab 1992 auch für Mountainbiker geöffnet. Die Strecke verläuft über Wege und Pfade durch Wälder und Weidelandschaften. Unterschiedliche Bewegungsformen und Landschaftsräume bieten dabei verschiedene Ansatzpunkte für die persönliche Planung.
Durch Rebeuvelier führt außerdem der Rundweg Courrendlin–Montchemin–Rebeuvelier–Courrendlin. Les Trois Sapins ist ein nicht überdachter Picknickplatz im Wald am Waldweg in Richtung Courrendlin–Vicques.
In Rebeuvelier gibt es einen Barfußpfad, auf dem sich die Landschaft erkunden und die Kneipp-Methode praktizieren lässt. Der Barfußpfad gehört zum ersten Kneippzentrum der französischsprachigen Schweiz.
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