Vermes im Jura: Natur, Wege und Kultur
Vermes liegt in einer Talweitung der Gabiare am Nordfuß des Mont Raimeux im Jura. Seit dem 1. Januar 2013 gehört Vermes zur Gemeinde Val Terbi, die aus der Fusion von Vicques, Vermes und Montsevelier hervorging. Für Ihre Reisevorbereitung stehen damit Landschaftsraum und heutige Gemeindestruktur als zwei unterschiedliche Orientierungsebenen nebeneinander.
Landschaft
Die Gabiare hat die Gorges du Tiergarten in Kalkstein eingeschnitten. Das ehemalige Gemeindegebiet von Vermes umfasste das Becken der Gabiare, die Tiergartenschlucht und den Nordhang der Mont-Raimeux-Kette. Der Kamm der Mont-Raimeux-Kette erreichte im ehemaligen Gemeindegebiet an seinem höchsten Punkt 1.241 m ü. M. Das frühere Gemeindegebiet und die heutige Gemeinde Val Terbi bezeichnen hier zwei verschiedene Zeitebenen.
Wege
Der Sentier botanique Vermes ist ein ein Kilometer langer Lehrpfad mit zahlreichen Tafeln zur umgebenden Tier- und Pflanzenwelt. Er beginnt am Ortseingang von Vermes an der Straße aus Richtung Vicques und führt bis zur Weide Plain-Fayen. Dort bietet eine Waldhütte Rast- und Picknickmöglichkeiten und verfügt über einen kleinen Kinderspielplatz mit Schaukeln. Die Wanderung Le Tiergarten führt nach Vermes; hinter der Kirche weist die Wanderwegmarkierung auf den Beginn des Sentier botanique hin. Für Sie lassen sich Ausgangspunkt, Weglänge und Zielpunkt getrennt in die Tagesplanung aufnehmen. Eine konkrete Weglänge hilft, verschiedene Wegbezüge zu vergleichen, während Markierung und Zielpunkt die Orientierung ergänzen.
Natur
Am Eingang der Gorges of Vermes zeigt die Galerie Arche de Noé mehr als 3.000 präparierte Tiere in naturnah gestalteten Umgebungen. Besucher können die Arbeit eines Präparators anhand eines kurzen Films oder durch ein Fenster in die Werkstatt kennenlernen. Die Galerie Arche de Noé ist für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Sie können bei der Vorbereitung zwischen der Tierdarstellung und dem Einblick in die Präparatorenarbeit unterscheiden; die Zugänglichkeit der Galerie ist dabei eine eigene praktische Angabe.
Kultur
Die Église Saint-Pierre et Saint-Paul de Vermes wurde 1723 auf den Grundlagen einer mittelalterlichen Kapelle errichtet. In der Kirche befindet sich ein Zyklus gotischer Wandmalereien vom Beginn des 15. Jahrhunderts, der Episoden aus dem Leben Jesu und der Jungfrau Maria darstellt. Die Église Saint-Pierre et Saint-Paul de Vermes ist von der Schweizerischen Eidgenossenschaft als historisches Denkmal eingestuft. Für die kulturelle Vorbereitung können Sie Bauzeit, mittelalterliche Grundlage und gotische Bildfolge als getrennte Aspekte betrachten.
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