Courchavon: Ruinen, Kirche und Wege in der Ajoie

File:Courchavon et son église.jpg File:Courchavon et son église.jpg Foto: TobyNET via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Courchavon in der Ajoie

Courchavon liegt in der Ajoie, in der Talniederung der Allaine. Mit 323 Einwohnern am 31. Dezember 2024 zählt die Gemeinde zu den kleineren Gemeinden des Kantons Jura. Für die eigene Vorbereitung hilft es, Landschaftsraum, Baugeschichte und religiöse Orte getrennt zu betrachten und erst danach die unterschiedlichen Weg- und Anreiseangaben einzuordnen.

Geschichte und Baukultur

Auf einem Felssporn südwestlich von Courchavon stehen die Ruinen von Châtel-Vouhay. Nach der von W. Meyer verwendeten Bezeichnung wurde Châtel-Vouhay vermutlich vom Bischof von Basel gegen Ende des 13. Jahrhunderts errichtet; die Anlage diente als Sitz eines herrschaftlichen Beamten. Von der Dorfkirche in Courchavon sind die Ruinen über einen steilen Fußweg erreichbar.

Die Église de Courchavon wurde 1844–1845 auf Initiative von Abbé Augustin Schaller erbaut. Ihr Innenraum ist im spätneoklassizistischen Stil gestaltet und besitzt charakteristische toskanische, ionische und korinthische Architekturelemente sowie eine aufwendig gegliederte Choranlage. Der spätgotische Glockenturm der ehemaligen Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1628. Der Turm steht auf einer Anhöhe über dem Dorf, mitten auf dem Friedhof. An der Ostfassade ist der Anschluss des Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissenen Kirchenschiffs noch sichtbar.

Die ursprüngliche hölzerne Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert, die mit der Grotte Notre-Dame de la Roche verbunden ist, wird in der Pfarrkirche von Courchavon unter strenger Bewachung ausgestellt. Für Ihre Betrachtung können Sie zwischen Entstehungszeit, Baustil und erhaltenen Spuren unterscheiden. Gerade bei ehemaligen Gebäudeteilen hält diese Ordnung verschiedene historische Zeitschichten auseinander.

Wege und religiöse Orte

Die Grotte Notre-Dame de la Roche liegt am Ortsausgang von Courchavon an der Straße Porrentruy–Boncourt. Der 5 km lange Rundweg Sur le Chemin de Damas beginnt und endet in Courchavon.

Der steile Zugang und der Rundweg beschreiben unterschiedliche Gehformen: Beim ersten steht die Wegneigung im Vordergrund, beim zweiten die festgelegte Länge mit Anfang und Ende am selben Ort. Sie können diese Angaben getrennt in Ihre Tagesplanung übernehmen und den Umfang der Bewegung nach den eigenen Vorstellungen gewichten.

Lage und Anreise

Der Bahnsteig am Bahnhof Courchavon ermöglicht den ebenerdigen Einstieg in die Züge. Courchavon liegt an der Hauptstrasse 6, die von Porrentruy über den Grenzübergang Boncourt nach Belfort oder Montbéliard in Frankreich führt. Seit der Eröffnung des Autobahnabschnitts der A16 zwischen Boncourt und Porrentruy ist der Ort vom Durchgangsverkehr entlastet.

Für die Anreise lassen sich der ebenerdige Einstieg am Bahnsteig und die überregionale Straßenverbindung als zwei getrennte Gesichtspunkte betrachten. Zu den weiterführenden Ortsseiten gehört Mormont.

Regionales Umfeld

Im weiteren regionalen Umfeld von Courchavon gibt es Restaurants mit regionalen Gerichten und Restaurants mit Blick auf die Landschaften des Juras.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Porrentruy.

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