Schänis: Kulturerbe in der Linthebene

Former Augustinian women's convent in Schänis Former Augustinian women's convent in Schänis Foto: Johann Rudolf Rahn via Wikimedia Commons, Public domain

In Schänis führt der Museumsweg als historische Entdeckungsroute im Freien durch Schänis und seine Aussendörfer, vorbei an kulturhistorischen Denkmälern, Stätten und Kirchen.

Geografische Einordnung

Schänis liegt als Tieflagenlandschaft in der Linthebene auf der rechten Seite des Linthkanals, westlich des Walensees in der Landschaft Gaster. Die Landschaft ist mit der Linthebene und dem Linthkanal verbunden.

Für Ihre Planung können Sie ausserdem Ortsziele wie Amden, Rapperswil-Jona, Weesen, Uznach, Schmerikon, Ernetschwil, Benken und Goldingen aufrufen.

Kultur

Bei schönem Wetter kann der Museumsweg zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkundet werden; eine interaktive Karte zeigt den Wegverlauf. Das Ortsmuseum Schänis wurde 2017 neu gestaltet und bietet ein audiovisuelles und haptisches Ausstellungserlebnis. Es behandelt die Themen Schänner Geschichte, Schänis von A bis Z, Sagen und Flurnamen sowie Namen und Zahlen. Für Ihre zeitliche und thematische Planung können Sie zwischen Route im Freien, Ausstellung, Kirchen, Türmen und Aussichtspunkten unterscheiden.

Der älteste noch erhaltene Teil der Kirche St. Sebastian stammt aus dem 12. Jahrhundert und umfasst den vorderen Teil des Kirchenschiffs sowie die Krypta. In der Krypta sind drei Flechtwerkplatten aus dem karolingischen Zeitalter, also aus dem 5. bis 11. Jahrhundert, ausgestellt. Der Gallusturm ist ein romanischer Rundturm, der mutmasslich kurz nach 1100 erbaut wurde, und heute der einzige seiner Art in der Schweiz. Er ist zugleich das einzige erhaltene Relikt der Galluskapelle, die beim Brand von 1824 zerstört wurde.

Die heute bestehende St. Sebastianskapelle wurde 1512 erbaut und integriert ältere Bausubstanz. Seit 1564 wird die Wallfahrt zur St. Sebastianskapelle jährlich am 3. Januar wiederholt. Das General-Hotze-Denkmal wurde 1988 anlässlich der Strassenkorrektion Schänis–Ziegelbrücke an seinen heutigen Standort in der Nähe der St. Sebastianskapelle versetzt.

Geschichte

Auf dem Rathausplatz fand 1847 die turbulente Landsgemeinde statt, die ein wichtiges Glied in der Entstehung der modernen Schweiz war. Die Geschichte des Dorfes Schänis wurde bis 1811 vom adligen Damenstift Schänis geprägt und ist eng mit diesem verbunden. Am 29. April 1610 wurden das Dorf, die Kirche und das Stift durch einen verheerenden Brand zerstört. 1798 gingen die Herrschaftsrechte des Stifts an die Gemeinde über, und die Stiftskirche ging an die Kirchgemeinde Schänis.

Zum überlieferten Ortsstoff gehört auch das Wrack des Tigers: Es steckt bis heute im Erdboden und wird in 35 Metern Tiefe vermutet.

Landschaft

Die Burgruine Niederwindegg bietet eine schöne Sicht auf das Linthgebiet. Bei der Burgruine gibt es eine Grillstelle zum Verweilen. Von der Hauptstrasse aus ist sie über einen schmalen Weg in rund einer Viertelstunde erreichbar.

Der Biberlikopf ist ein grösstenteils bewaldeter Hügel mit zwei Kuppen auf dem Gemeindegebiet von Schänis. Auf der höheren der beiden Kuppen befinden sich die Ruine eines römischen Wachturms und daneben ein beliebter Rastplatz mit Feuerstelle.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: See-Gaster.

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