Libingen: Wandern, Kultur und Dorfleben im Toggenburg
Lage und Wege
Libingen ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mosnang im Toggenburg in der Ostschweiz und hat rund 300 Einwohner. Der Ort liegt in einem westlichen Seitental der Thur auf einer Terrasse über dem Dietfurterbach. Zugleich liegt Libingen in einem Seitental des Toggenburgs am Fuß der Kreuzegg; über die Kreuzegg gelangt man ins Linthgebiet und an den oberen Zürichsee. Libingen ist Endpunkt der Postautolinie aus Bütschwil über Mosnang.
Im Toggenburg finden Sie außerdem Ortsseiten zu Nesslau, Ganterschwil, Wattwil, Alt Sankt Johann, Stein, Sankt Peterzell, Hemberg und Kirchberg.
Wandern und Landschaft
Die abwechslungsreiche Gegend um Libingen wird heute von Wanderern geschätzt. Eine mittelschwere Strecke führt von Wattwil nach Libingen: Sie ist 9,6 Kilometer lang und mit einer Gehzeit von 3 Stunden und 45 Minuten angegeben. Auf dieser Route bietet sich vom Chellenspitz aus beste Sicht auf den Säntis, die Churfirsten und die Glarner Alpen. Kurz vor Libingen befindet sich ein steiles Tobel, an dem es bei Nässe rutschig werden kann.
Auch die Wanderung von Atzmännig nach Libingen öffnet den Blick auf den Zürichsee, die Glarner Alpen, den Alpstein mit dem Säntis und bis zum Bodensee. Für diese Strecke sind 13,8 Kilometer und eine Gehzeit von 4 Stunden und 45 Minuten angegeben; sie endet an der Bushaltestelle Libingen, Dorf. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Gehzeiten geben Ihnen zwei klare Vergleichspunkte für Ihre Tagesplanung.
Libingen ist zudem Ausgangspunkt für Wanderungen in Richtung Chrüzegg, Schnebelhorn und Hulftegg. Damit stehen neben den beschriebenen Strecken von Wattwil und Atzmännig weitere benannte Richtungen zur Verfügung. Die angegebenen Distanzen und Gehzeiten liefern dabei konkrete Vergleichspunkte für die eigene Tagesplanung, ohne die beiden Routen gleichzusetzen.
Geschichte und Kultur
Die erste urkundliche Erwähnung Libingens stammt aus dem Jahr 1416. Nördlich von Chor und Kirchturm der Kirche in Libingen befand sich von 1754 bis 1781 ein kleines Frauenkloster. Das ehemalige Frauenkloster wurde 1782 abgebrochen. Die Fundstelle des ehemaligen Klosters und der Pfarrkirche St. Gallus ist als schützenswerte archäologische Fundstelle eingestuft. Überreste von Vorgängerbauten von Kirchen und Kapellen gelten dabei als wichtige Zeugen der Religions- und Geistesgeschichte.
Die barocke St.-Gallus-Kirche in Libingen wurde 1769 vollendet. Sie beherbergt eine Statue des heiligen Gallus und einen Taufstein aus dem 18. Jahrhundert.
Dorfleben und lokale Angebote
In der Rösslischür in Libingen befindet sich ein Trychle-, Glocken- und Hebammenmuseum. Die Rösslischür ist am zweiten Sonntag jedes Monats von März bis Oktober jeweils von 13:30 bis 16:30 Uhr geöffnet. Im Dorf bietet der Dorflade Libige Frischprodukte, weitere Lebensmittel und Sandwiches an. Die Gasthaus-Bäckerei Rössli stellt ihr Birnenbrot selbst her. In Libingen gibt es ein reges Vereinsleben; besonders die Musikgesellschaft Libingen prägt das Dorfleben.
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