Gordevio im Valle Maggia: Wanderwege, Weinberge und Kapellen
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Foto: Benediktv via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Gordevio liegt im unteren Valle Maggia am linken Ufer der Maggia, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Locarno. Der Ort verbindet einen kompakten historischen Kern mit Wegen durch eine ausgeprägte Berglandschaft. Gordevio wird von der Buslinie NFB 315 ab dem Bahnhof Locarno in Richtung Cavergno, Paese bedient; die Linie hält an der Haltestelle Gordevio.
Weitere Ortsseiten: Linescio, Piano Di Peccia, Lavizzara, Menzonio, Brontallo, San Carlo, Lodano und Avegno-Gordevio.
Ortsbild
Der Ortskern von Gordevio ist kompakt; seine engen, gewundenen Gassen münden auf den Platz vor dem Oratorium. Entlang des Sträßchens vom Kirchplatz durch den Ortskern stammen einige Häuser und Ställe sicher aus dem 17. Jahrhundert, wurden jedoch teilweise erheblich umgebaut und erweitert. In der historischen Bausubstanz sind einige ursprüngliche Fresken zu sehen.
Landschaft
Im weiteren Umfeld von Gordevio gibt es Alpsiedlungen. Der größte Teil des Gemeindegebiets besteht aus Alpen, bewaldeten Hängen und Gebirgslandschaft. Der Höhenbereich der weiteren Ortschaft wird mit etwa 280 bis 2.215 Metern über dem Meer angegeben.
Die Überschwemmungsflächen der Maggia in Gordevio sind in der Naturschutzzone ZPN1 enthalten. Ein Weinberg weist eine Neigung von mehr als 80 Prozent auf; dieser Weinberg wurde 2003 im Rahmen eines Projekts zur Wiederherstellung der terrassierten Weinberge im unteren Valle Maggia rekonstruiert.
Wege
Die Wanderung Gordevio–Alpe Nimi–Gordevio ist ein schwieriger Rundweg über 15,2 km. Sie führt über Stufen zur antiken Steinbrücke „Gialìtt“ hinter Archeggio. Der markierte Rundweg Circuito Gordevio dauert vier Stunden und ist für alle geeignet.
Zwei steinerne Brücken überqueren die vom Berghang herabkommenden Bäche; ihre Bauzeit ist unbekannt, und sie ermöglichen heute einen einfachen Zugang zu Fuß. Der Abschnitt der Radroute zwischen Gordevio und Aurigeno verläuft teilweise über Landstraßen. Der Radweg durch Gordevio führt in den Wald, der an warmen Tagen angenehmen Schatten bietet.
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Kultur
Eine der Kapellen von Gordevio trägt die Jahreszahl 1474; sie wurde jedoch überarbeitet und möglicherweise mehr als einmal neu ausgemalt. Das Oratorio di Sant’Antonio Abate stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im Oratorium befinden sich Werke von Antonio Rinaldi da Tremona aus dem Jahr 1874.
Im Talgrund von Gordevio gibt es etwa zwölf Kapellen; in den Berggebieten sind sie mit 19 Kapellen besonders zahlreich. Gordevio verfügt über die Pfarrkirche Santi Giacomo e Filippo und ein Beinhaus mit einem Kreuzigungsfresko von Giuseppe Antonio Felice Orelli aus dem Jahr 1753. Ein weiteres Fresko trägt die Bezeichnungen „Sancta Maria Sanguinis“ beziehungsweise „Madonna di Reda“; es ist Silvio Baccaglio und dem Jahr 1931 zugeordnet.
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