Bex entdecken: Salzminen, Weinbau und Wege zwischen Natur und Kultur

File:- BVB Be 2-3 in Bex (29572864171).jpg File:- BVB Be 2-3 in Bex (29572864171).jpg Foto: flybyeigenheer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Bex eröffnet einen besonderen Zugang zur Schweizer Geschichte: Die Salzminen von Bex sind die letzte noch aktive Salzmine der Schweiz. Zum Besuchsprogramm gehört nach einer audiovisuellen Präsentation die Fahrt mit der Bergarbeiterbahn, die Besucher in das Innere des Salzbergs bringt. Bei einem Besuch mit Laternen lassen sich die Galerien der Salzminen in gedämpfter Atmosphäre neu entdecken.

Kultur

Die Dufour-Festungsanlagen sind ein Kulturgut von nationaler Bedeutung. Sie wurden ab 1830 auf der Waadtländer und der Walliser Seite der Saint-Maurice-Schlucht errichtet, um die Schlucht vor einem ausländischen Invasionsversuch zu schützen, und können auch heute noch besichtigt werden.

Die Triennale Bex Arts wurde 1981 als Ausstellung zeitgenössischer Kunst gegründet und findet im Landschaftspark Szilassy statt. Als Freiluftausstellung bringt sie Skulpturen, Installationen und Performances in einen direkten Dialog mit der Landschaft.

Der Rundgang mit den Kulturerbetafeln von Bex vermittelt die Geschichte des Thermalwesens in Bex-les-Bains. Entlang der Strecke Les Panneaux du Patrimoine erzählen rund zwanzig Tafeln die Geschichte prägender Orte und Gebäude im Dorf Bex. Die Balade des Fontaines nutzt die Brunnen von Bex als roten Faden durch die Geschichte des Ortes.

Unterwegs

Die Buslinie 152 fährt vom Bahnhof Bex zu den Salzminen von Bex und bedient sie samstags, sonntags, an allgemeinen Feiertagen sowie am Montag des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettags. Von Bex führt die Route nach La Thomasia über Frenières-Sur-Bex und Les Plans. Von Ende Mai bis Ende September fährt die Buslinie 152 von Bex bis Pont de Nant; außerhalb dieses Zeitraums fährt der Bus bis Les Plans, von wo aus noch 2 Kilometer zu Fuß zurückzulegen sind.

Eine leichte Wanderung von Frenières oberhalb von Bex nach Pont de Nant führt durch die spektakulären Schluchten des Avançon und über eine Hängebrücke oberhalb der Schlucht. Eine kürzere und leichter zugängliche Familienwanderung von Les Plans-sur-Bex erreicht Pont de Nant in 45 Minuten.

Die Rundwanderung Le Bévieux via Frenières umfasst 13,2 Kilometer und ist mit einer Dauer von 4 Stunden und 20 Minuten ausgewiesen. Sie führt durch den Wald von Monts-sur-Bex und entlang des Flusses Avançon mit seinen Wasserfällen. Der Ausgangspunkt Bévieux ist mit der Bahn Bex–Villars–Bretaye erreichbar, während die BVB Fahrgäste in etwa 45 Minuten von Bex nach Villars bringt.

Der Paragliding-Sektor von Bex verfügt über drei Startplätze: Les Verneys, La Croix de Javerne und Pré-Fleuri. Er richtet sich vor allem an lizenzierte und erfahrene Piloten und weniger an Einführungsflüge.

Der Lehrpfad Sentier du Sel verbindet Salin-sur-Ollon mit den Salinen von Bévieux bei Bex. Ein Weg im Vallon de Nant führt bis zur Alp Nant und verläuft durch Wälder, Weiden, Schwemmkegel und Schutthalden.

Natur

La Thomasia liegt am Eingang des Naturschutzgebiets Vallon de Nant. Dort wachsen etwa 3.000 Bergpflanzen, die nach ihrer geografischen Herkunft geordnet sind.

Grand Marais ist seit 1998 ein Gebiet von nationaler Bedeutung für Moore und die Fortpflanzung von Amphibien. Das Moor von Bex ist seit 1955 als bemerkenswertes Naturschutzgebiet eingestuft. Ein Weg von der Route de Chiètres führt zum Hauptteich von Grand Marais.

Die Gletschermühle Les Caillettes zeugt davon, dass der Rhonegletscher vor etwa 17.000 Jahren Bex erreichte.

Kulinarik

Der Weinbau von Bex, eine der Appellationen des Bezirks Aigle, verteilt sich auf drei Hänge: Le Montet, Chiètres und Le Chêne. Die Rebflächen von Bex umfassen 110 Hektar; mehr als die Hälfte davon ist mit roten Rebsorten bepflanzt. Der Sentier des vignes führt Spaziergänger zu den terrassierten Rebparzellen von Bex und ermöglicht es ihnen, unterwegs deren Erzeugnisse zu entdecken.

Die Winzer von Bex öffnen ihre Türen für Verkostungen ihrer Weine. Das Domaine Le Luissalet ist ein fünf Hektar großer Familienbetrieb auf dem Hügel Chiètres in Bex, der von Willy Deladoëy geführt wird. Das Domaine bietet eine Kellerführung mit dem Produzenten, Erläuterungen zur Weinherstellung und eine Verkostung von vier Weinen aus dem Betrieb.

Das Besucherangebot der Brasserie La Mine verbindet eine Brauereiführung mit der Verkostung von vier Bieren. Im Café Suisse gestaltet die Köchin Marie Robert Gerichte mit sorgfältig ausgewählten Saisonprodukten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aigle.

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