Saint-Luc Vs: Sternenhimmel, Skigebiet und Kultur
Natur
Oberhalb von Saint-Luc im Val d’Anniviers liegt das astronomische Observatorium François-Xavier Bagnoud auf 2.200 Metern Höhe. Es bietet ganzjährig öffentliche Veranstaltungen zur Erkundung des Sternenhimmels an, darunter Abende zur astronomischen Beobachtung. Zum Observatorium gehört ein digitales Planetarium.
Das Skigebiet St-Luc/Chandolin reicht bis auf 3.000 Meter Höhe. Saint-Luc teilt sich mit Chandolin ein gemeinsames Skigebiet, das durch die Standseilbahn Funiculaire de St-Luc–Tignousa erschlossen wird. Für die frühere Gemeinde Saint-Luc ist ein Höhenbereich von 578 bis 3.080 Metern über dem Meeresspiegel angegeben.
Aktivitäten
Die Wanderung Chemin Tignousa–Hôtel Weisshorn bietet Ausblicke auf den Talboden und die Viertausender des Wallis. Der Chemin des Planètes stellt das Sonnensystem in verkleinertem Maßstab dar; die Entfernungen zwischen den Himmelskörpern sind dabei maßstabsgetreu. Nahe dem Restaurant von Tignousa verfügt der Planet Park über ein Raumfahrzeug, Rutschen, eine Seilrutsche, Schaukeln und einen Hochseilparcours.
Der Bike Park St-Luc bietet drei Downhill-Strecken für Mountainbikes, die von Mai bis November durch eine Standseilbahn erschlossen werden.
Mobilität
Tignousa liegt an der Bergstation der Standseilbahn von St-Luc; von dort beginnt die zweite Etappe der Tour du Val d’Anniviers auf 2.186 Metern Höhe. Tignousa ist ausschließlich mit der Standseilbahn oder zu Fuß erreichbar, nicht mit dem Auto. CarPostal verbindet Siders ganzjährig mit Saint-Luc und weiteren Dörfern des Val d’Anniviers. Für Ihre Planung lassen sich die Angebote nach Höhenlage, Fortbewegungsart und kulturellem Schwerpunkt ordnen.
Kultur
Die Balade des poèmes führt durch Saint-Luc und seine Umgebung und vermittelt anhand von Gedichten des aus dem Dorf stammenden Schuhmachers und Dichters Armin Pont das frühere Leben im Val d’Anniviers in Patois. Neun QR-Codes an symbolischen Orten im Dorf und seiner Umgebung machen gesprochene Rezitationen im Patois sowie französische Übersetzungen der Gedichte zugänglich.
Der Chemin des Fours à Chaux führt an etwa zehn Überresten von Kalköfen vorbei, die früher von den Bewohnern des Dorfes errichtet wurden. Die entlang des Chemin des Fours à Chaux freigelegten und aufgewerteten Kalkofenreste bereichern das lokale Kulturerbe von Saint-Luc.
Die Pierre des Sauvages oberhalb von Saint-Luc weist 300 Schalen beziehungsweise kleine kreisförmige Vertiefungen unterschiedlicher Formen und Größen auf und gilt als der größte in der Schweiz erfasste Schalenstein. Der Chemin du Pain ist ein didaktischer Weg in Saint-Luc, der unter anderem die frühere Kultivierung von Getreide vermittelt; didaktische Tafeln vermitteln dort die Getreidekultur und traditionelle Gebäude aus früherer Zeit.
Die Moulins de St-Luc wurden im 16. Jahrhundert erbaut und 1986 renoviert. Zu ihrem Gelände gehören eine Maismühle, ein Gerstenstampfer mit Nussölpresse, zwei Mühlen für Roggen und Weizen, ein Tuchwalkwerk sowie das Müllerhaus.
Geschichte
Der historische Rundgang durch Saint-Luc umfasst 22 markante Stationen des Dorfes. Das Petit Musée Lucquérand befindet sich in einem traditionellen Keller und zeigt verschiedene alte Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände. Eine geführte Ortsbesichtigung von Saint-Luc vermittelt die vergangene und gegenwärtige Geschichte des Ortes anhand des Wissens einheimischer Bewohnerinnen.
Saint-Luc war bis zum 31. Dezember 2008 eine eigenständige politische Gemeinde und fusionierte am 1. Januar 2009 mit Ayer, Chandolin, Grimentz, Saint-Jean und Vissoie zur Gemeinde Anniviers.
Kulinarik
Im Restaurant des Hôtel Le Beausite wird freitagabends Raclette d’Anniviers serviert.
Zum übergeordneten Zielraum gehören auch Venthône, Sierre, Lens, Miège, Ayer, Icogne, Anniviers und Crans-Montana.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siders.
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