Lufingen: Kirchengeschichte, Gelsberg und Kulturlandschaft

File:Lufingen.JPG File:Lufingen.JPG Foto: Michael D. Schmid via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Lufingen liegt zwischen dem Glatttal und dem Tösstal im Zürcher Unterland. Im historischen Dorfzentrum liegt erhöht die reformierte Kirche Lufingen. Ihr klassizistisches Langhaus und der markante viergieblige Turm prägen das Ortsbild wesentlich.

Kultur und Geschichte

Freigelegte Fragmente von Wandmalereien aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im spätmittelalterlichen Chorturm, darunter eine Darstellung der Madonna mit Kind, machen die reformierte Kirche Lufingen zu einem wichtigen kunst- und kulturgeschichtlichen Zeugen.

Am Dorfrand liegt das unter dem Namen «Schloss» bekannte Kulturerbeensemble. Es umfasst das reformierte Pfarrhaus, ein Waschhaus und einen Pfarrhausbrunnen. Das reformierte Pfarrhaus des Ensembles wurde 1663 von Johann Heinrich Waser als Sitz der bis 1765 bestehenden Gerichtsherrschaft Lufingen erbaut.

Zur evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Lufingen sind Jahresrechnungen des Kirchen- und Armenguts aus den Jahren 1765 bis 1797 überliefert. Lufingen wurde 1157 erstmals urkundlich erwähnt, unter der Bezeichnung «Luvingener» im Zusammenhang mit einer Schenkung von Ländereien an das Kloster St. Blasien; Heinrich Brennwald war von 1496 bis 1498 Rektor der Pfarrkirche Lufingen.

Landschaft und Wege

Im Jahr 2018 entfielen 42,1 % der Gemeindefläche auf Landwirtschaftsflächen und 37,6 % auf Wald. Das Naturschutzgebiet Schlossreben wird als extensive Kulturlandschaft gepflegt. Dort lassen sich Zauneidechsen und Blindschleichen gut beobachten.

Die Burgstelle Gelsberg liegt auf einem bewaldeten Grat südöstlich oberhalb des Dorfs Lufingen. Ihr etwa 70 Meter langes, trapezförmiges Plateau ist auf drei Seiten durch Grabenanlagen gesichert. Von Lufingen führt ein markierter Wanderweg über die Mülistrasse bergauf in den Wald und weiter zur Burgstelle Gelsberg.

Eine ausgeschilderte Wanderung führt von Dielsdorf über Hochfelden und Bülach nach Lufingen. Der 70 Kilometer lange Fryheitsweg 1525 führt durch sechs Ortschaften, darunter Lufingen, wo weiterführende Erläuterungen zum Schlüsselbegriff «Schlüsselpersonen» angeboten werden. Im Rahmen des Fryheitswegs 1525 kann in der Kirche Lufingen in der Pilgerecke eine liturgische Feier mit einer optionalen symbolischen Handlung begangen werden.

Golf und Naturbeobachtung

Golf Augwil in Lufingen-Augwil verfügt über einen 9-Loch-Golfplatz. Golf Augwil bietet Kurse für Einsteiger und Schnupper-Golftage an. Bei Golf Augwil sind Greenfee-Gäste mit Mitgliedschaften aus dem In- und Ausland willkommen.

Am Golfplatz Augwil können Besuchende im Mai und Juni blühende Knabenkräuter und Sibirische Schwertlilien sehen. Die unterschiedlichen Jahreszeiten und Wegformen geben dabei konkrete Anhaltspunkte für die persönliche Planung.

Braukultur und Markt

Die Braumanufaktur Schlachthuus in Lufingen bietet für Gruppen ab sechs Personen geführte Degustationen verschiedener Biere und Bierstile an. Für Gruppen von 6 bis 12 Personen bietet sie Brauereibesichtigungen an, die mit einer Bierdegustation oder einem Mini-Brauseminar kombiniert werden können.

Der Paradiesische Weihnachtsmarkt findet in Lufingen jeweils am Samstag und Sonntag vor dem ersten Advent statt. Mehr als 70 Aussteller präsentieren dort Handwerkliches, Künstlerisches und Kulinarisches.

Weitere Ortsseiten: Wallisellen, Bülach, Embrach, Zweidlen, Kloten, Rafz, Bassersdorf, Opfikon

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