Wila entdecken: Tössufer, Weiherwege und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Wila
Wila liegt im Tösstal zwischen den Gemeinden Turbenthal und Bauma. Östlich grenzt die Gemeinde an den Kanton Thurgau, westlich an die Gemeinde Wildberg. Die Flusslandschaft der Töss ist durch einen Wanderweg, einen Fahrradweg und einen Reitweg erschlossen. Die verschiedenen Strecken und Wegcharaktere lassen sich gut miteinander vergleichen, wenn Sie Bewegung, Landschaft und Ortsgeschichte verbinden möchten.
Au Brücke über die Töss, Wila ZH 20180916-jag9889.jpg
Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Natur und Wege
Am Flussbett der Töss bieten die Steine Kindern einen Spielbereich. Der Wasserlehrpfad Tösstal erklärt geologische Formen, Wasserkraft, die Tössverbauung und die Trinkwassergewinnung. Der Toni-Gumpe liegt an einer Schwelle der Töss auf der Route zum Hohenlandenberg und zum Guyer-Zeller-Weg und ist ein beliebter Badeplatz für Gross und Klein. Über den Tössuferweg ist er zu Fuss, mit dem Fahrrad, dem Kickboard oder den Inlineskates erreichbar. Auf der Burgruine Hohenlandenberg befinden sich ein Grillplatz und ein Rastplatz. Die Burgstelle Hohenlandenberg selbst ist ein Wanderziel und vom Talgrund über den Guyer-Zeller-Weg erreichbar.
Der Weiherweg führt durch eine grüne Umgebung zum Mühleweiher und zum Rosenbergweiher. Er vermittelt einen Einblick in die wasserreiche Umgebung von Wila und veranschaulicht die historische Bedeutung des Wassers für das frühere Gewerbe. Der Panoramaweg ist ein leichter Rundweg, der sanft ansteigend ins Ghöngg führt und Aussicht über das Dorf bietet. Auf seinem Rückweg lädt der Bodenweiher zum Verweilen ein, bevor der Weg ins Zentrum zurückführt. Anspruchsvoller ist der Huebeweg: Die Entdeckungstour führt über die Hügel zu den Wilemer «Hueben» und durch mehrere Weiler der Gemeinde. Die Weiler in der Umgebung von Wila gelten als typische Siedlungsstandorte im Tössbergland. Tablat und Au sind Talsiedlungen, Aegetswil und Sitzberg Terrassensiedlungen an der Hörnlikette, die zur Töss hin verläuft.
Geschichte und Handwerk
In der Alten Windenmacherei Brüngger wurden von 1874 bis 2009 Stockwinden hergestellt. Bei Führungen werden Maschinen und Esse in Betrieb genommen; unter Aufsicht können Besucher selbst schmieden. Die Alte Windenmacherei Brüngger steht seit 2005 unter kantonalem Denkmalschutz. Der Historische Rundgang Wila vermittelt auf Tafeln wichtige Eckpunkte der Ortsgeschichte sowie den Alltag vergangener Zeiten. Seine Tafeln behandeln beinahe vergessene Handwerke und Kinderarbeit in dunklen Webkellern.
Die Alte Post in Wila stammt aus dem Jahr 1736 und beherbergte das erste Postbüro. Auf dem heutigen Kirchenhügel von Wila stand bereits um das Jahr 700 eine Holzkapelle. Das Pfarrhaus besitzt ein Barockportal mit einem feinen Rokokogitter. Ein Urteilsspruch von 1504 dokumentiert die Loslösung der Filialkirche Wila von Turbenthal und die Bildung einer selbständigen Pfarrkirche in Wila.
Weitere Ortsziele im gleichen Zusammenhang sind Illnau-Effretikon, Bauma, Lindau, Sternenberg, Fehraltorf, Pfäffikon, Weisslingen und Hittnau.
Museum und lokale Angebote
Im Ortsmuseum Wila veranschaulichen bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände das Leben früherer Generationen; Feuerwehrgeräte zeigen den technischen Fortschritt. Das Ortsmuseum Wila befindet sich in einem ehemaligen Vielzweck-Bauernhaus. Es präsentiert die Gemeindegeschichte und führt jährlich Sonderausstellungen und Veranstaltungen durch.
Zum lokalen Angebot gehören auch das Restaurant Heubode mit hofeigenen Anlässen wie Burger-Sunntig und Metzgete sowie das HofArtLädeli des Brunnackerhofs mit hausgemachten Hofprodukten. Das Konditorei Café Janz hat einen Standort im Zentrum von Wila an der Huswisstrasse 2, 8492 Wila.
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