Holderbank zwischen Aare, Chestenberg und Geschichte

File:Aaresteg mit Rohrleitung über die Aare, Veltheim AG – Holderbank AG 20241030-jag9889.jpg File:Aaresteg mit Rohrleitung über die Aare, Veltheim AG – Holderbank AG 20241030-jag9889.jpg Foto: Jag9889 via Source, CC BY-SA 4.0

Holderbank liegt im Bezirk Lenzburg an der Aare, auf halbem Weg zwischen Lenzburg und Brugg, zwischen dem Fluss und dem steilen Westhang des Chestenbergs. Die Landschaft Holderbanks umfasst Wälder, Felshänge, Kiesgruben und die Flusslandschaft der Aare. Das Gemeindegebiet reicht von 348 Metern an der Aare bis zu 647 Metern an seiner höchsten Erhebung.

Natur

Der ehemalige Steinbruch Schümel ist heute ein Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung. Im alten Steinbruch in Holderbank lässt sich eine lange Reihe seltener und gefährdeter Pflanzen und Tiere dokumentieren. Der Steinbruch Schümel ist als geologisches Denkmal und wegen seines Fossilreichtums besonders eindrücklich.

Von der Haltestelle Holderbank sind es sieben Minuten bis zum Ausgangspunkt des Schümel-Besuchs. Unterhalb des Schümel befindet sich ein Parkplatz; von dort sind es drei Minuten bis zum Ausgangspunkt. Für die Tagesplanung können Sie den Zugang ab Haltestelle und den Zugang ab Parkplatz als zwei unterschiedliche Startvarianten gegenüberstellen.

Unterwegs

Wege führen entlang der Aare und über den Grat des Chestenbergs. Das Wanderwegnetz am Chestenberg bietet Ausblicke auf das Mittelland, das Aaretal und das Schenkenbergertal. Das Naturschutzgebiet „Steinbruch Schümel“ kann auf einem Weg von Norden nach Süden und umgekehrt durchquert werden. Der Zugang zum Naturschutzgebiet „Steinbruch Schümel“ ist auch über den Wanderweg von Schloss Wildegg zum Chärnenberg möglich.

Der mehr als einen Kilometer lange Holcim Gesteinspfad ist ein frei zugängliches Angebot der Holcim-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Verein „Erlebnis Geologie“; anhand von 27 Exponaten zeigt er die Gesteinstypen der Schweiz vom Jura bis ins Tessin. An der Aare in Holderbank wird vom Ufer und von Booten aus gefischt; Spaziergänger nutzen den Aaredamm.

Geschichte

Die Kirche Holderbank wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Stiftung der Schlossherren von Wildegg, der Familie Effinger, anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet. Baumeister war Samuel Jenner (1653–1720) aus Bern. Seit 1960 steht die Kirche Holderbank unter kantonalem Denkmalschutz.

Das Hochstudhaus an der Hausmattenstrasse 1 von 1634 gilt als ältestes Gebäude Holderbanks. Im alten Dorfkern Holderbanks nimmt es als einziger Vertreter dieses Bautyps eine hervorragende Stellung ein. Das Pfarrhaus an der Effingerstrasse 1 war früher ein Meierhaus des Schlosses Wildegg. Die Gruppe der Grabdenkmäler der Familie von Effinger umfasst insgesamt vier Grabdenkmäler im Kirchhof nördlich der Kirche Holderbank.

In Holderbank sind noch sichtbare Spuren der früheren Zement- und Kalkproduktion erhalten; das ehemalige Steinbruchareal teilt das Dorf bis heute in zwei Hälften. Holderbank wurde 1259 erstmals als „Halderwang“ erwähnt. Der Hof war ein Lehen der elsässischen Fürstabtei Murbach, wurde 1291 von König Rudolf I. von Habsburg dem Kloster abgekauft, kam 1415 unter bernische Herrschaft und gehört seit 1803 zum Kanton Aargau.

Verkehr

Holderbank verfügt über eine SBB-Haltestelle mit Verbindungen nach Aarau und Brugg sowie mit Anschlussmöglichkeiten an das Schweizer Bahnnetz. Der Bikepark StonePit wurde am 1. April 2012 auf einem 3500 Quadratmeter großen Gelände im ehemaligen Steinbruch „Schümmel“ hinter dem Denner in Holderbank eröffnet. Bei der Eröffnung entstand ein Rundkurs mit sanften Wellen, engen Kurven, kleinen Sprüngen, Brücken und mobilen Hindernissen.

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