Aristau zwischen Reussauen und Baukultur

File:Naturschutzgebiet Halbmond bei Werd.jpg File:Naturschutzgebiet Halbmond bei Werd.jpg Foto: Arkelin via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Aristau lässt sich über seine Sakralbauten und die Landschaft an der Reuss betrachten. Im Dorfteil Aristau steht mit der Johanneskapelle das älteste Bauwerk der Gemeinde Aristau. Sie trägt die Jahreszahl 1521 und steht unter Denkmalschutz. In den Sommermonaten finden dort Andachten und Gottesdienste statt; außerdem steht die Kapelle für Trauungen zur Verfügung.

Geografische Einordnung

Aristau liegt im Bezirk Muri im Reusstal zwischen Bremgarten und Muri. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Aristau, Althäusern und Birri. Weitere Ortsseiten: Abtwil, Muri, Sins, Bünzen, Beinwil, Besenbüren, Mühlau.

Landschaft und Natur

Felder, Wälder und geschützte Auenlandschaften prägen das Gemeindegebiet von Aristau. Auf einem kurzen Abschnitt bildet die Reuss zugleich die Kantonsgrenze zum Kanton Zürich. Bei Bremegrien nahe Aristau wurden 2003 auf einer Länge von 700 Metern die Steine der Uferverbauung entfernt und zwei Inseln angelegt. Seit diesen Maßnahmen gestaltet die Reuss das zuvor monotone Ufer bei Bremegrien abwechslungsreicher. Ein flaches Hinterwasser im Überflutungsraum der Reuss entstand 2003 durch den Abtrag des nährstoffreichen Oberbodens.

In den Naturschutzgebieten von Aristau brüten seltene Vogelarten, darunter Pirol, Feldschwirl, Fitis, Goldammer, Rohrammer sowie Teich- und Sumpfrohrsänger. Die Nachtigall hat hier ihren einzigen regelmäßigen Brutplatz in der südlichen aargauischen Reussebene. Aristaus Pfeifengraswiesen gehören zu den artenreichsten Pflanzengemeinschaften im Schweizer Mittelland. Auf weniger als einer Are dieser Wiesen können bis zu 60 verschiedene Pflanzen angetroffen werden. Von Frühling bis Herbst blühen dort verschiedene Blumen; die wohl bekannteste ist die Sibirische Schwertlilie, die Einheimische auch Blaue Ilge nennen.

Rund um Aristau führen Wander- und Velowege durch Felder, Wälder und die Auen der Reuss sowie über die umliegenden Anhöhen. Die unterschiedlichen Landschaftsräume und Wegarten lassen sich bei der Planung als getrennte Schwerpunkte vergleichen.

Dorfgeschichte

Der ländliche Charakter von Aristau ist mit einer langen landwirtschaftlichen Tradition in der Reussebene verbunden, in der Ackerbau und Viehzucht die Lebensgrundlagen prägten. In den Ortsteilen erinnern Kapellen an die Geschichte der Gemeinde; Bauernhäuser und Hofgruppen prägen die Siedlungen bis heute. Die örtlichen Vereine organisieren über das Jahr hinweg Dorffeste und weitere Anlässe. Aristau hat seit 1942 eine eigenständige Pfarrei.

Baukultur

Die Pfarrkirche St. Wendelin wurde 1942/43 nach Plänen des Architekten Josef Oswald errichtet und am 11. Juli 1943 durch Bischof Franziskus von Streng geweiht. Sie steht am ansteigenden Hang über dem alten Dorfkern von Aristau und ist weithin sichtbar. Im Inneren besitzt die Pfarrkirche sichtbar belassenes Mauerwerk aus lokalem Tuffstein.

Haus Kapf ist ein 1736 errichtetes barockes klösterliches Landhaus, das als Sommersitz diente. Das Haus steht vollständig unter Schutz, einschließlich der Gartenanlage, der historischen Umfassungsmauer, des Kutschertors, des Sodbrunnens und der Allee. Ein großer Teil seiner ursprünglichen Raumaufteilung und Innenausstattung ist erhalten, darunter bauzeitliche Stuckdecken, Fußböden und bemalte Leinwandtapeten. Haus Kapf befindet sich an der Kapfstrasse 24 im Ortsteil Waldhäusern von Aristau.

Unterkünfte in Aristau vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Muri.

Anzeige
Anzeige
Anzeige