Beinwil: Kultur und Wege am Lindenberg

Fieldroad Crossing over the Bünz River, Beinwil (Freiamt), Canton of Aargau, Switzerland Fieldroad Crossing over the Bünz River, Beinwil (Freiamt), Canton of Aargau, Switzerland Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Beinwil (Freiamt) liegt im oberen Bünztal in der Region Freiamt, gehört zum Bezirk Muri im Kanton Aargau und liegt am Osthang des Lindenbergs inmitten einer Natur- und Kulturlandschaft. Die Gemeinde umfasst fünf Dörfer; dort gehören Wiesen, Wälder und landwirtschaftlich genutzte Flächen zur hügeligen, ländlichen Landschaft.

Weitere Orte im Bezirk Muri sind Muri, Bünzen, Besenbüren, Abtwil, Aristau, Mühlau und Sins.

Landschaft

Wanderwege und Velorouten beginnen direkt im Dorf Beinwil (Freiamt) und führen über den Lindenberg. So stehen innerhalb derselben Landschaft unterschiedliche Wegführungen für Spaziergänge und Velotouren nebeneinander.

Kultur und Geschichte

Zu den mit Beinwil (Freiamt) verbundenen Kulturerbestätten zählen die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Burkard, die Kapelle St. Laurentius in Wallenschwil und Schloss Horben. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Burkard steht auf einem natürlichen Moränenhügel im östlichen Teil des Dorfs Beinwil; ihr markanter Turm ist weithin sichtbar und ein Wahrzeichen der Gegend. Die Kirche wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt.

Südöstlich der Kirche befindet sich das heilkräftige Brünnlein St. Burkards-Brunnen. Seine heutige Brunnenstube ist in Form einer Wegkapelle gestaltet und trägt die Jahreszahl 1757.

Westlich von Wallenschwil weisen Mauerreste und Funde kleiner Gebrauchsgegenstände auf eine Besiedlung während der Römerzeit hin; das Dorf wurde 1153 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kapelle St. Laurentius in Wallenschwil steht in Verbindung mit der Erwähnung einer Kirche in Walenswil in der Acta Murensia aus dem Jahr 1064. Ihr Patrozinium wird jährlich am 10. August in der Kapelle gefeiert. 1745 wurden dort auf Anordnung von Fürstabt Gerold I. Haimb ein Altar renoviert und neu erbaut.

Schloss Horben in Horben liegt südwestlich von Beinwil (Freiamt) und ist ein integral geschütztes Kulturobjekt von nationaler Bedeutung. Es wurde 1700/1701 unter Abt Plazidus Zurlauben als Erholungsheim für die Konventualen des Klosters Muri von Maurer Hans Rey und Zimmermann Hans Mäder erbaut. Südlich des Schlosses steht die Kapelle St. Wendelin in Horben, ein integral geschütztes Kulturobjekt von regionaler Bedeutung. Sie besitzt eine 1782 von Keiser in Zug gegossene Glocke mit einem Gewicht von 60 kg.

Die Sägerei Eichmühle wurde 1862 als Ersatz für einen älteren, baufällig gewordenen Vorgängerbau errichtet. Wasserradantrieb, Antriebsmechanismus und Sägeeinrichtung sind weitgehend vollständig erhalten und verleihen der Anlage einen bedeutenden bau- und gewerbegeschichtlichen Zeugenwert.

Wege und Aktivitäten

Der 2004 angelegte St.-Burkards-Pilgerweg beginnt bei der Kirche Beinwil, führt südlich der Wallfahrtskirche auf einem gut gepflegten Naturweg durch das Aussendorf, verläuft an einem ruhigen Bach entlang und führt nördlich wieder zur Kirche zurück. Der Weg ist etwa 800 Meter lang und kann von Familien, älteren Menschen sowie Pilgerinnen und Pilgern im Rollstuhl genutzt werden.

Vier Stationen am St.-Burkards-Pilgerweg regen zur Meditation über die Themen „Ruhe und Besinnen“, „Dialog mit St. Burkard“, „Begegnung“ und „Natur“ an. Islandpferde Wallenschwil bietet Reitunterricht auf Schulpferden oder eigenen Pferden als Privat-, Halbprivat- oder Gruppenunterricht an.

Praktische Orientierung

Die Alpwirtschaft Horben ist mit dem Auto erreichbar. Das Restaurant und der Saal sind vom ebenen Parkplatz über eine sanfte Rampe mit dem Rollstuhl zugänglich.

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