Worb: Schlossgeschichte, Geschichtspfad und Hotels
Worb Castle ist ein mittelalterliches Schloss mit einem barocken Wohnteil. Worb hat seinen dörflichen Charakter weitgehend bewahrt, auch wenn neuzeitliche Bauten das Ortsbild mitgestalten.
Wenn Sie Worb mit weiteren Orten vergleichen möchten, können Sie auch die Seiten von Münsingen, Oberdiessbach, Oberthal, Linden, Wichtrach, Walkringen, Aeschlen und Zäziwil aufrufen.
Geschichte und Schlossanlagen
Worb wurde 1127 erstmals erwähnt; in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbten die Freiherren von Kien das Dorf, seine Ländereien und Worb Castle. Der Kern von Worb Castle stammt vermutlich aus dem 11. Jahrhundert, während die hochmittelalterliche Anlage in die Zeit um 1200 gehört.
Türme, befestigte Mauern und Innenhöfe prägen die Anlage; Ausstellungen vermitteln ihr historisches Erbe und ihre Verbindung zur Region. Neuschloss ist ein Barockschloss und Herrschaftssitz, das 1734–1737 für Franz Ludwig von Graffenried erbaut wurde.
Das Neue Schloss Worb diente im späten 18. und 19. Jahrhundert Mitgliedern der Herrschaftsfamilie als ganzjähriger Wohnsitz oder als Campagne.
Kirche und Ortsbild
Die Kirche von Worb geht auf das 11. Jahrhundert zurück und ist eine frühromanische Saalkirche. Ihr Turm stammt von 1430; zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Kirchenschiff, Turm, Sakristei und Chor umgebaut beziehungsweise neu gebaut.
Zur Ausstattung gehören Glasmalereien, Chorgestühl und ein Taufstein. Die Kirche von Worb liegt in einem Dorf, das von sanften Hügeln und üppigem Grün umgeben ist.
Schlossstalden und Gewerbegeschichte
Der Schlossstalden verbindet das Dorf Worb mit dem Schloss und war eine ehemalige Durchgangsachse in Richtung Enggistein und Emmental. Dank der Wasserkraft des Enggisteinbachs, die seit dem 14. Jahrhundert vom Biglenbach abgeleitet wird, ist er eine historische Gewerbezone des Dorfs und eine alte Verkehrsachse.
In Worb trieb das Wasser eine Mühle, Schmieden, eine Sägerei, Schleifen und Walken an. Der Schlossstalden besitzt historische und typologische Bedeutung.
Wege, Bewegung und Winterbetrieb
Der Geschichtspfad in Worb umfasst 20 Stationen und führt von der «Bachteilete» beim Metzgerhüsi bis zum Bahnhof RBS in Worb. Im Wislewald ist der Vitaparcours etwa 3.100 Meter lang und umfasst insgesamt 15 Stationen mit verschiedenen Übungen.
Der Wislepark verfügt über ein 50-Meter-Olympiabecken; im Winterbetrieb kommen zwei Rinks für Curling hinzu. Die beiden Angebote unterscheiden sich damit in ihrer Form: Der Geschichtspfad ordnet historische Stationen entlang einer Strecke, während der Vitaparcours eine ungefähre Länge mit verschiedenen Übungen verbindet.
Markt und öffentlicher Verkehr
Der Worber Wochenmarkt findet samstags auf dem Bärenplatz statt.
Zum öffentlichen Verkehr in Worb gehören die Bahnlinien S2 und S7, die Tramlinie 6, die Postautolinien 791, 792, 793, 794 und 795, die Buslinie 168 sowie der Moonliner M75.
Der Bahnverkehr erreichte das Gemeindegebiet von Worb 1859; 1898 führte die Bern-Worb-Bahn ins Dorfzentrum, und die Worblentalbahn verband Worb ab 1913 mit den Nachbargemeinden.
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