Klosters Serneus – Walserhäuser und Madrisa
Unterkünfte in Klosters Serneus
Klosters ist durch Chaletarchitektur und eine heimelige Atmosphäre geprägt und bildet einen Gegensatz zur Alpenstadt Davos. Im Bereich einer Talzusammenführung verengt sich das Tal unterhalb von Klosters Dorf, bevor es sich bei Serneus wieder weitet; dort liegt das Dorf an der Landquart.
Kultur und Ortsbild
Im Nutli Hüschi steht ein typisches Walserhaus aus dem 16. Jahrhundert, das seit 1925 als Museum dient. Das Museum zeigt alte Gebrauchsgegenstände, Möbel und Werkzeuge aus Klosters und der Umgebung. Gästen und Einheimischen wird dort außerdem Brotbacken im Holzofen angeboten.
In Serneus sind alte Prättigauer Häuser mit kunstvoll eingeschnitzten Haussprüchen geschmückt. Die sonnenverbrannten Holzhäuser stammen fast durchgehend aus der Zeit von 1742 bis 1745. Im Hennägadä gibt es laufende Ausstellungen regionaler Künstler und Kunsthandwerker. Künstler aus der Region und aus der ganzen Schweiz zeigen dort ihre Werke und ihr Können.
Der Kräutergarten und der Kräuterraum im Obergeschoss des Hennägadä sind über eine Außenstiege rund um die Uhr zugänglich. Kulturhistorische Führungen durch die Kirche vermitteln Einblicke in ihre Entstehungsgeschichte, das Innere des Kirchturms und die Glasfenster von Augusto Giacometti.
Wasser und Wege
In Walki führt ein Weg am rechten Flussufer entlang zur Schwefelquelle im Bad Serneus. Bad Serneus verfügt über heilendes Schwefelwasser mit einer Temperatur von 34 °C.
Die Etappe 8 des Rundwanderwegs Klosters führt von Saas i. P. durch das Dorf Serneus zum Bad Serneus. Der Wildmännli Trail verbindet bestehende Wanderwege zu einer Rundtour durch Klosters, Schlappin und Serneus. Der Gadäwäg führt von Monbiel bis Russna und umfasst fünf umgenutzte Ställe mit informativen Inszenierungen zu Berglandwirtschaft und Tourismus.
Aktivitäten
Eine Luftseilbahn von Klosters Dorf nach Albeina in der Gemeinde Saas erschließt das Ski- und Wandergebiet Madrisa. Die Bergbahn und das Bergrestaurant der Madrisa sind rollstuhlgerecht zugänglich; der 6er-Sessellift Schaffürggli befördert auch Skisportler mit Monoski.
Bei ausreichender Schneelage ist die Schlittelbahn an der Madrisa 7,7 Kilometer lang und führt bergab bis nach Saas. Die zweitägige Bergwanderung rund um die Madrisa verläuft beidseits der schweizerisch-österreichischen Grenze und ist auf etwa sechs Stunden Gehzeit pro Tag ausgelegt.
Im Streichelzoo Madrisa können Besucher Ziegen, Kaninchen, Hühner und Enten füttern. Emils Wasserwerkstatt lädt Kinder an einem Bach dazu ein, kleine Dämme zu bauen, Wasserläufe umzuleiten und mit dem Wasser zu spielen.
Für die Gotschna Freeride-Piste sind eine gute Fahrtechnik sowie Singletrail- und Freeride-Erfahrung erforderlich. Die Strecke ist 5,78 Kilometer lang und weist 590 Höhenmeter auf. Sunnibergbrücke Climbing umfasst an Brückenpfeiler Nummer zwei 20 Kletterrouten und zwei Mehrseilrouten an einem 77 Meter hohen Brückenpfeiler. Die Anlage ist kostenlos und öffentlich zugänglich; die Nutzung erfolgt jedoch versicherungstechnisch auf eigenes Risiko.
Geografische Einordnung
Das Zentrum von Klosters gilt als Kurort und Wintersportort. Das Prättigau und seine Seitentäler bilden ein größeres Besuchergebiet mit vielfältigen Möglichkeiten für Ferienaufenthalte.
Weitere Ortsprofile: Küblis, Schiers, Arosa, Saas, Fideris, Pany, Conters Im Prättigau, Valzeina.
Anreise
Auf dem Gemeindegebiet liegen die vier Bahnhöfe beziehungsweise Stationen Serneus, Klosters Dorf, Klosters Platz und Cavadürli sowie die Autoverladestation für den Vereinatunnel in Klosters-Selfranga. Postautolinien verbinden Klosters mit den umliegenden Gemeinden; für die Anreise wird in der Regel die Rhätische Bahn genutzt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prättigau-Davos.