Bever entdecken: Historisches Ortsbild und Natur im Val Bever
Unterkünfte in Bever
Im hinteren Val Bever ist die Landschaft, insbesondere am Beverin, wild und unverbaut.
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Foto: Paradise Chronicle via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Historisches Ortsbild
Die Chesa Salis wurde 1590 als Bauernhaus mit Wohnhaus und Stallgebäude errichtet und ist seit 1981 ein Hotel. Sie ist eine schützenswerte historische Anlage im Ortsbild von Bever, das von nationaler Bedeutung ist. Einige Häuser im historischen Ortszentrum sind zumindest teilweise bis zu 400 Jahre alt. Zum älteren Ortsbild gehört auch Cha Sur, das frühere ärmere Viertel von Bever.
Ein etwa 60-minütiger digitaler Themenweg durch Bever erklärt die Entstehung und Bedeutung traditioneller Sgraffiti sowie ihrer verschiedenen Formen und Zeichen. Für das historische Ortszentrum gibt es außerdem einen digitalen Rundgang auf Deutsch, Englisch und Italienisch.
Die Kirche San Giachem wurde erstmals 1334 urkundlich erwähnt. An ihrer westlichen Außenwand befinden sich Fresken aus dem 14. Jahrhundert. In der historischen Kirche finden regelmäßig Konzerte statt.
Wege und Jahreszeiten
Eine interaktive Familien-Schnitzeljagd führt durch Häuser und verborgene Ecken von Bever und umfasst eine Strecke von etwa 2,9 Kilometern. Der Märliweg ist ein Märchenweg zwischen Bever und Spinas mit sechs thematisch gestalteten Stationen. Er vermittelt Geschichten von Engadiner Autorinnen durch Skulpturen lokaler Künstlerinnen und Künstler, Hörgeschichten, ein interaktives Quiz und die Erzählfigur Herr Biber. Sein Verlauf führt durch Weiden und kleine Wälder, ist in beiden Richtungen begehbar und für geländegängige Kinderwagen geeignet.
Der Winterwanderweg von Bever nach Spinas beginnt am Bahnhof Bever, führt durch den Wald entlang des Beverins und endet in Spinas. Die dritte Etappe der Via Engiadina erreicht Bever, nachdem sie den Beverin überquert hat. Die vierte Etappe führt durch Bever mit seinen historischen Bauten und an der Flanke der Crasta Mora entlang bis zur Albulapassstrasse. Die Etappe 6 der Via Albula/Bernina verläuft vom Val Bever entlang der Flusslandschaft des Inn über die Engadiner Hochebene.
Der Schlittelweg Crasta Mora ist einen Kilometer lang und verläuft entlang des unteren Abschnitts der Via Engiadina. Er wird über einen etwa 20-minütigen Spaziergang vom Gemeindehaus durch verschneiten Lärchenwald in Richtung Bever erreicht.
Die Bever-Spinas-Loipe folgt dem Beverinbach und führt abschnittsweise durch Arven- und Lärchenwälder. Sie steigt ab Bever sanft an und endet beim Gasthaus Spinas am Südportal des Tunnels. Der Suvretta Loop ist 34 Kilometer lang und weist 1.150 Höhenmeter Aufstieg auf; im Val Bever führt er auf einen gepflegten Schotterweg. Die Mountainbike-Route Bever–Alp Suvretta ist technisch unkompliziert und auch für weniger erfahrene Mountainbikerinnen und Mountainbiker geeignet.
Flüsse und Schutzräume
Der Beverin war der erste Fluss der Schweiz, der mit dem Label «Gewässerperle PLUS» ausgezeichnet wurde. Er fließt weitgehend unberührt und ohne künstliche Korrekturen durch das Val Bever, umgeben von wertvollen Flachmooren und Auenlandschaften. Im Val Bever gibt es ausgewiesene Landschafts- und Naturschutzzonen.
Bei Bever wurde der Inn revitalisiert; der Fluss verläuft heute wieder natürlicher und ist von einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt umgeben. Die revitalisierten Innauen lassen sich auf einem Spaziergang am Fluss erkunden, der auch für Familien mit Kindern geeignet ist.
Weitere Ziele in Graubünden sind Samaden, Stampa, Castasegna, Bregaglia, Sils/Segl Baselgia, Celerina/Schlarigna, Casaccia und Bondo Gr.
Unterwegs und vor Ort
Im Val Bever verkehrt einmal täglich ein Pferdeomnibus. Die Rhätische Bahn ermöglicht die An- und Abreise zwischen Bever, Spinas und umliegenden Orten.
Die Tourist Information Bever bietet persönliche Gästeberatung vor Ort sowie per E-Mail, Chat und Telefon an.
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