Santa Maria in Calanca – Kultur und Bergwege im Misox

File:Torre Sta. Maria Ansicht2.jpg File:Torre Sta. Maria Ansicht2.jpg Foto: Adrian Michael via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Geografische Einordnung

Santa Maria in Calanca ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa des Kantons Graubünden in der Schweiz. Das Dorf liegt auf einer Terrasse oberhalb des Misox auf etwa 949 m ü. M. und gehört – vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeinden – zum Perimeter des Parco Val Calanca. Santa Maria weist ein mediterranes Klima auf, das durch einen ausgeprägten Bestand an Kastanienbäumen gekennzeichnet ist.

Zum regionalen Überblick gehören außerdem die Ortsseiten San Vittore Gr, Soazza, Selma, Cama, Braggio, Rossa Gr, Roveredo und Misox.

Kultur und Geschichte

Santa Maria war das religiöse und politische Zentrum des gesamten Calancatals. In der ursprünglichen Siedlung stehen Steingebäude, die durch ein dichtes Netz gepflasterter Fußwege miteinander verbunden sind. Auf einer felsigen Anhöhe mit dem mittelalterlichen Turm und der Pfarrkirche Santa Maria Assunta bietet sich ein außergewöhnlicher Blick auf die Bassa Mesolcina und die umliegenden Berge.

In Santa Maria in Calanca befindet sich eine alte Burg, die den Namen Torre Santa Maria trägt. Der mittelalterliche Turm wurde Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet, liegt beherrschend über dem Misoxtal und war Teil eines Systems zur territorialen Kontrolle. Als fünfeckiger Bergfried ist er von architektonischen Vorbildern aus Nordmittelfrankreich inspiriert. Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta ist bereits seit 1219 dokumentiert.

Historische Bauwerke in Santa Maria stehen im Mittelpunkt einer geführten Besichtigung im Parco Val Calanca; für diese Besichtigung ist eine Anmeldung erforderlich. An einem von der ViaCalanca abzweigenden Weg, der von Santa Maria nach Braggio führt, liegt die Kapelle Sant'Antonio de Bolada. Die Kapelle Sant’Antoni de Bolada wurde zwischen 2000 und 2004 unter Bewahrung ihrer ursprünglichen Struktur wiederaufgebaut.

Wege und Höhen

Santa Maria in Calanca ist einer der Ausgangspunkte des Calanca-Höhenwegs. Der Sentiero Alpino Calanca führt von San Bernardino nach Santa Maria Calanca und verläuft auf offiziellen Wegen der Schwierigkeit T3. Er erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, gute körperliche Verfassung und die Kenntnis der Gefahren im Gebirge.

Der Sentiero Alpino Calanca kann in drei oder vier Etappen aufgeteilt werden. Übernachtungen sind in den unbewarteten Hütten Pian Grand, Ganan und Alp di Fora sowie in der Capanna Buffalora möglich. Die erste Etappe der Via Calanca führt von Grono nach Santa Maria und ist 4 km lang. Der Via Panoramica Bolada Trek beginnt in Santa Maria und erreicht an der Kapelle Sant’Antonio de Bolada mit 1.674 m ü. seinen höchsten Punkt. Unterschiedliche Längen, Etappenzahlen und Anforderungen helfen dabei, die Wege vor der eigenen Planung klar voneinander zu unterscheiden.

Weitere Aktivitäten

Der Flugplatz Santa Maria in Calanca verfügt am Startplatz Bald auf den Monti di Santa Maria in 1.218 m Höhe über einen Start für Gleitschirm- und Deltaflüge. Der Startplatz Bald ist von Santa Maria aus über eine Straße oder mit dem Postauto und anschließend zu Fuß in 20 Minuten erreichbar.

Die Umgebung von Santa Maria in Calanca bietet Möglichkeiten zum Wandern sowie zum Gravel- und Rennradfahren. Das Grotto Baita in Santa Maria in Calanca bietet Gerichte mit Aussicht auf die Mesolcina.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Moesa.

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