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Verdabbio – Felsgravuren und historische Wege im Misox

Unterkünfte in Verdabbio

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Verdabbio ist eine italienischsprachige Ortschaft in der Gemeinde Grono im Schweizer Kanton Graubünden. Oberhalb des Ortes verteilen sich Findlinge mit Schalenzeichen auf 14 Fundstellen über eine Fläche von etwa 3 Hektar. Die Findlinge tragen absichtlich eingravierte Darstellungen, vor allem Kreuze und Schalen; die Zeichen gehen nicht auf natürliche Ursachen zurück.

File:Verdabbio.jpg File:Verdabbio.jpg Foto: Giorgio.tarabra via Wikimedia Commons, Public domain

Landschaft und Wege

Verdabbio liegt auf einer Terrasse am rechten Hang des Misox zwischen dem Ria di Val di Cama und dem Piz Duna, etwa 300 Höhenmeter über dem Talgrund.

Zur ehemaligen Gemeinde Verdabbio gehörte ein großer Teil des Val di Cama, eines linken Seitentals des Misox; außerdem umfasste sie den Ortsteil Piani di Verdabbio in der Talsohle westlich der Moesa.

Im Siedlungsbereich ist Fahrzeugverkehr nicht erlaubt.

Die historische Saumspur verband die Siedlung von Verdabbio mit den Gärten und Feldern beim Dorf sowie mit den Ställen und Wiesen im Talgrund.

Die Mulattiera Verdabbio-Piani di Verdabbio ist als Verkehrsweg von nationaler Bedeutung klassifiziert. Sie ist 1.225 Meter lang und weist einen Höhenunterschied von 175 Metern auf.

Die Route „Alla scoperta dei massi cuppellari“ ist 3 km lang; die Dauer ist mit 1 Stunde und 25 Minuten angegeben.

Die unterschiedlichen Streckenlängen, Zeitangaben und Höhenmeter geben Ihnen eine nüchterne Vergleichsgrundlage für die eigene Planung. Die Kombination aus Streckenlänge, Höhenunterschied und dem jährlich festgelegten Zeitpunkt bietet drei klar unterscheidbare Planungsgrößen: Wegumfang, Anstieg und Termin.

Kultur und Geschichte

Auf der natürlichen Felsleiste von Asccitt sind 13 Schalen, ein griechisches Kreuz und ein Dreieck eingraviert.

Asccitt ist mit einer Fläche von etwa 100 m² einer der größten Findlinge der italienischen Schweiz. Unterhalb von Asccitt befindet sich eine zugängliche Höhle.

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Die Cappella della Riva enthält einen Findling mit Schalenzeichen und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der Findling Sass dell'Orch ist ungefähr 10 Tonnen schwer und trägt 17 Gravuren.

Die Bertilon-Felsen 3, 4 und 5 liegen nahe dem Sass de Natal unterhalb der Forststraße am alten Weg vom Dorf zu den Bergen. Eine Felsplatte trägt 13 Schalen, 10 Kreuze und 6 Kanäle.

Die Capèla di Piét ist eine auf einem großen Findling errichtete Votivkapelle am Weg und mit einer Legende verbunden.

Das Oratorio di Santa Maria Immacolata wurde 1696 erbaut, zwischen 1987 und 1994 restauriert und unter den Schutz der historischen Denkmäler gestellt. Es steht auf einer natürlichen Terrasse inmitten eines Kastanienwaldes.

Das Lichtphänomen am Oratorio di Santa Maria Immacolata ist jedes Jahr am 8. Dezember um 10:57 Uhr während der Feier der Unbefleckten Empfängnis zu sehen.

Verdabbio wurde erstmals 1203 unter dem damaligen Namen Vertabio erwähnt.

Bis zum 31. Dezember 2016 war Verdabbio eine selbstständige politische Gemeinde.

Weitere Ortsseiten: Rossa Gr, Braggio, San Bernardino, Selma, Lostallo, Misox, San Vittore Gr, Cama

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Moesa.

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