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San Bernardino zwischen Mineralquellen, Moorlandschaften und Wintersport

Unterkünfte in San Bernardino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Mineralquellen von San Bernardino entspringen auf 1.795 m ü. M. und erlangten im 18. und 19. Jahrhundert durch die Acuforta, eine Behandlung mit eisenhaltigem Wasser, besondere Bekanntheit. Nachdem Besucher aus dem nahe gelegenen Italien von den therapeutischen Mineralwässern angezogen worden waren, entwickelte sich San Bernardino zu einem anerkannten Kurort.

File:San Bernardino August 2019.jpg File:San Bernardino August 2019.jpg Foto: Adrian Michael via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Kultur und Geschichte

Im Zentrum des Dorfs befindet sich die Chiesa Rotonda, die Hauptkirche von San Bernardino. Sie wurde zwischen 1867 und 1897 im Auftrag des Mailänder Architekten Gloria erbaut und folgt dem Entwurf der Rundkirche San Bernardino. Östlich des Dorfs liegt auf einem Hügel oberhalb der Chiesa Rotonda die Chiesetta di San Bernardino auf 1.630 m ü. M.; ihr älterer Name lautet Chiesetta antica di San Bernardino da Siena und sie ist den Heiligen Bernardino und Sebastian geweiht. Die Chiesetta antica di San Bernardino da Siena wurde zwischen 1450 und 1467 erbaut.

Eine historische Wegspur bietet die Route Passo San Bernardino – Strada romana. Sie führt über einen alten, mit römischem Pflaster befestigten Weg bis zur Passhöhe. Die Route ist mittelschwer, 5 Kilometer lang, weist 498 Höhenmeter Aufstieg auf und erreicht einen höchsten Punkt von 2.107 m ü. Der Markt von San Bernardino kann bis zu 100 Stände aufnehmen und bietet entlang eines Rundwegs von mehr als 600 Metern eine große Auswahl an handwerklichen Produkten.

Mit Sato Code gibt es in San Bernardino ein Escape-Room-Erlebnis im Freien. Dabei werden Hinweise gesucht, Rätsel gelöst und verschiedene Herausforderungen bewältigt. Hinweise können sich an der Chiesa Rotonda, an einer Steinbrücke und auf einem verschneiten Waldweg befinden.

Natur und Landschaft

Zu den prägenden Landschaftsmerkmalen von San Bernardino zählen Kiefernwälder, Moorlandschaften und eine artenreiche Flora. Das Hochmoor Suossa südlich von San Bernardino ist im Inventar der Hochmoore von nationaler Bedeutung aufgeführt. Die Furestin-Route erreicht dieses Hochmoor nach einem kurzen Anstieg zu Fuß oder mit Schneeschuhen. Das Val Curciusa gehört heute zu den Schutzgebieten des Kantons Graubünden.

Der pyramidenförmige Pizzo Uccello gilt als Wahrzeichen von San Bernardino. Ein anderes Landschaftsbild zeigt der Lago Doss: Der kleine postglaziale Moorsee liegt in einer Torfmulde und ist von Bergwald umgeben. Auf dem Lago Doss kann man unter anderem Kajak fahren.

Der Ferienort am Lago d’Isola verbindet alpines Ambiente mit mediterraner Lebensart. Der Lago d’Isola bietet Möglichkeiten für Wassersport an einem Alpensee. Die Alp Pian Doss ist für lokale Spezialitäten und ein alpines Panorama bekannt.

Winter und Bewegung

Das Skigebiet Confin umfasst 35 Pistenkilometer, von sanften Hängen bis zur schwarzen Piste Al Mur, und reicht bis zu einem höchsten Punkt auf 2.525 m ü. Pian Cales liegt auf 1.600 m ü. im Herzen von San Bernardino und bietet fünf Kilometer leicht befahrbare Skipisten.

Für den Langlauf stehen mehrere unterschiedlich angelegte Strecken zur Verfügung. Die Pista Pian Doss beginnt am südlichen Ortsrand von San Bernardino und führt durch einen Tannenwald fast bis zur Alp de Pian Doss hinauf. Die Pista Diga ist eine 6 Kilometer lange Langlaufloipe mittleren Schwierigkeitsgrads in San Bernardino. Die Pista Fornas ist leicht, 1,9 Kilometer lang und kann auch nachts genutzt werden. Das Centro Nordico in San Bernardino bietet Langläufern Duschen, Umkleideräume, Toiletten und einen Raum zum Wachsen der Skier.

Im Winter gibt es rund um das Dorf San Bernardino und den Lago d’Isola rund Langlauf- und Schneeschuhtrails; am Lago d’Isola kann man im Sommer spazieren gehen und im Winter Langlauf betreiben. Eine künstliche Eisbahn in San Bernardino lädt zum Schlittschuhlaufen ein; dort kann man außerdem Eishockeyspiele ansehen oder Curling ausprobieren. Die unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgrade der Loipen helfen Ihnen, den Umfang eines Wintertags vorab einzuordnen.

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Routen durch das Moesa-Gebiet

Von San Bernardino führen Wander- und Mountainbike-Routen aller Schwierigkeitsgrade durch die Natur zu Seen und gemütlichen Bergrestaurants. Die MTB-Tour Isola San Bernardino beginnt am Ufer der Moesa, führt durch den Wald Bosch de San Remo und erreicht den Lago d’Isola. Die Route San Bernardino – Pian San Giacomo beginnt im Dorf San Bernardino und verläuft entlang der Moesa durch den Wald San Remo.

Die Route San Bernardino – Val Curciusa – Nufenen ist eine 17,5 Kilometer lange Wanderung. Sie beginnt im Dorf San Bernardino, steigt in Richtung Bocchetta de Curciusa steil an und erreicht einen höchsten Punkt von 2.419 m ü. M.; der Anstieg führt dabei auf etwa 2.420 m ü. Die Angaben zu Länge, Höhenmetern und Schwierigkeitsgrad helfen Ihnen, den körperlichen Umfang der Wege vorab einzuordnen.

Eine weitere Verbindung zwischen Dorf und Landschaft bildet die Route Passo San Bernardino – strada carrabile. Sie beginnt im Dorf San Bernardino, führt zur Mineralquelle und von dort in Richtung Gareida.

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Weitere Ziele

Ergänzend führen Verweise zu Castaneda Gr, Rossa Gr, Misox, Santa Maria In Calanca, Soazza, Verdabbio, Selma und Roveredo.

Anreise und regionale Einordnung

San Bernardino ist von Norden über den Zug Zürich–Chur mit anschließender Postautofahrt und von Süden über den Zug Chiasso–Bellinzona mit anschließender Postautofahrt erreichbar. Mit dem Auto führen von Norden die A3 Zürich–Sargans und die A13 Sargans–San Bernardino in den Ort; von Süden verlaufen die Wege über die A2 Chiasso–Bellinzona und die A13 Bellinzona–San Bernardino. Diese Straßenverbindungen gelten ganzjährig als gut erreichbar.

Die Gemeinde Mesocco erstreckt sich am rechten Ufer der Moesa bis zum San-Bernardino-Pass. Erschlossen wird sie über die Autobahnausfahrten Mesocco Sud, Mesocco Nord, Pian San Giacomo und San Bernardino an der A13/E43.

Die Ente Turistica Regionale del Moesano fördert den Tourismus in San Bernardino und in der gesamten Region Moesa. Im Auftrag der Gemeinde Mesocco kümmert sie sich besonders um San Bernardino und macht auf lokale Produkte, die Schönheiten der Gegend und die touristische Infrastruktur aufmerksam. Während der Sommersaison ist das Hospiz am San-Bernardino-Pass mit einem Catering-Angebot in Betrieb.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Moesa.

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