Eschenbach entdecken: Wege, Weiher und Geschichte
File:Ruedligen-Brücke über den Goldingerbach, Eschenbach SG 20220610-jag9889.jpg
Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Eschenbach ist eine Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Zu den charakteristischen Wegen gehört die Schlucht im Neuhüsler-Tobel: Zwischen der Holzbrücke in Neuhaus und dem Stauwehr kann sie auf sicheren Wegen und Stegen begangen werden. Auf dem Wanderweg durch das Neuhüsler-Tobel sind zudem Zeugnisse der frühen Industrialisierung erkennbar.
Natur und Wanderwege
Zwischen Eschenbach und Neuhaus liegt das Naherholungsgebiet Rietstuck, ein beliebtes Ziel für längere Wanderungen und kürzere Spaziergänge. Der Rietstuckweiher ist kein Badeweiher, bietet jedoch einen attraktiven Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Der Siessenweiher gilt als Amphibien- und Reptilienreservat von nationaler Bedeutung.
Das Aabachtobel ist eine vielfältige, meist bewaldete Molasseschlucht des Aabachs und eine wichtige Vernetzungsachse. Der Oberfeldweiher ist ein Stauweiher mit Ufergehölzen und ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Im Natur- und Vogelschutzgebiet Rüti an der Strecke zwischen Eschenbach und Schmerikon können seltene Pflanzen, Vögel und andere Tiere beobachtet werden. Der Tweralpspitz ist mit 1332 m der höchste Punkt der Gemeinde Eschenbach. Bei einer schönen Feuerstelle liegt ein Bach, an dem man stauen und planschen kann.
Freizeit im Sommer und Winter
Die Arena Bildstöckli liegt inmitten des gemeindeeigenen Rebbergs und verfügt über einen eingerichteten Spielplatz. Das Sport- und Freizeitgebiet Atzmännig bietet im Sommer eine Rodelbahn, einen Freizeitpark, einen Seilpark und einen Erlebnisweg. Im Winter ist Atzmännig ein beliebtes Familienskigebiet.
Der Eschenbacher Grenzweg ist rund 56 km lang. Er führt rund um die Gemeinde Eschenbach und nutzt bestehende Wege, die möglichst nahe an der Gemeindegrenze verlaufen. Die unterschiedlichen Wegformate helfen, den eigenen Tagesrahmen zwischen kürzeren Spaziergängen und einer längeren Rundstrecke zu vergleichen.
Kultur, Geschichte und Pilgerwege
Am Standort der heutigen Pfarrkirche St. Vinzentius in Eschenbach ist bereits um 801 ein Gotteshaus urkundlich nachgewiesen. Die St. Jakobuskapelle Neuhaus liegt am Jakobsweg von Ricken nach Einsiedeln. Die erste Kapelle in Neuhaus wurde 1585 errichtet und nach der Renovierung von 1635 dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Die Pilgerkapelle in Neuhaus wurde 1695 neu gebaut und am 11. Mai 1698 eingeweiht.
Chastli-Bürg in Neuhaus ist eine prähistorische bis frühmittelalterliche Höhensiedlung in Spornlage mit Abschnittsbefestigung. Der Aatalweiher in Neuhaus wurde 1864 zur zusätzlichen Gewinnung von Wasserkraft im Zusammenhang mit der industriellen Nutzung des Aabachs angelegt. Das Custorhaus in Eschenbach wird für kulturelle, öffentliche und private Anlässe genutzt.
Das Goldloch Goldingertal, auch Isaraloch genannt, ist eine 60 m tiefe Höhle. Um 1770 sollen dort täglich vier bis sechs Bergarbeiter nach Gold gesucht haben. Im Jahr 2013 schlossen sich die Gemeinden Eschenbach, Goldingen und St. Gallenkappel unter dem bisherigen Namen Eschenbach zusammen; das heutige Wappen wurde als Zusammensetzung von Elementen der früheren Gemeindewappen gestaltet.
Öffentlicher Verkehr
Eschenbach ist nicht an das Schienennetz angeschlossen, verfügt aber über direkte Busverbindungen nach Rapperswil-Jona, Uznach und Rüti ZH sowie über den Ricken nach Wattwil. Die Buslinie 80.622 verbindet Rapperswil, Eschenbach und Wattwil. Die Buslinie 80.631 verbindet Kaltbrunn, Uznach, Neuhaus, Eschenbach und Rüti ZH. Die Haltestelle Eschenbach SG, Dorftreff, ist im öffentlichen Verkehrsnetz von OSTWIND aufgeführt.
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