Hintergoldingen: Kapelle, Goldloch und Wege im Goldingertal
Boalp-Brücke über die Vordere Töss, Hintergoldingen SG
Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Hintergoldingen ist ein Dorfteil im Goldingertal. Hinter den Dorfteilen Vorhalden und Vordersagen liegt der Ort nach einem kurzen steilen Aufstieg. Zugleich liegt Hintergoldingen an der Zufahrtsstraße zum Sport- und Freizeitzentrum Atzmännig. Von der Hintergoldingerstrasse führen mehrere schmale Straßen in die Seitentäler Juch/Sack, Au/Studenweid und Töbeli. Im hinteren Goldingertal entspringt der Goldingerbach und fließt später als Aabach in den Zürichsee.
Geografische Einordnung
Goldingen liegt etwa fünf Kilometer östlich von Wald ZH und rund sechs Kilometer nordöstlich des Zürichsees. Hintergoldingen war eines der Dörfer der ehemaligen politischen Gemeinde Goldingen. Diese gehört heute zur Gemeinde Eschenbach im Wahlkreis See-Gaster im Kanton St. Gallen. Zur weiteren Ortsorientierung finden Sie die Seiten von Schänis, Benken, Goldingen, Weesen, Eschenbach, Ernetschwil, Gommiswald und Schmerikon.
Kultur und Geschichte
Ein markantes lokales Wahrzeichen ist die Bruder-Klaus-Kapelle, die in Hintergoldingen als sehr bekannt gilt. Ihr Bau wurde von Pfarrer Johann Winiger gefördert, damit die Bauern von Hintergoldingen und insbesondere die Schulkinder den Gottesdienst leichter besuchen konnten. Die Kapelle wurde 1953 eingeweiht und wird heute vor allem als Hochzeitskirche genutzt.
Auch das Goldloch am Dägelsberg verweist auf die Geschichte des Tales. Dort sind ein Stollen und ein tiefer Schacht erhalten, die mit historischen Goldabbauversuchen verbunden sind. Die schwierige Etappe 4 des Eschenbacher Grenzwegs führt an einer Informationstafel vorbei, die über die Geschichte des Goldlochs informiert.
Wandern
Die Etappe 4 des Eschenbacher Grenzwegs beginnt in Hintergoldingen und folgt zunächst der Straße in Richtung Atzmännig. Die schwierige Wanderetappe ist 14,8 Kilometer lang und umfasst 800 Höhenmeter im Aufstieg sowie 716 Höhenmeter im Abstieg. Damit stehen bei dieser Strecke sowohl die Weglänge als auch die Höhendifferenz klar im Mittelpunkt der Planung.
Freizeit
Im hinteren Goldingertal liegt Atzmännig auf 1.185 Metern über Meer. Als Ausflugsziel gilt Atzmännig mit einer Rodelbahn, Skiliften und einer Sesselbahn zum Oberatzmännig. Zum Sommerangebot gehören eine Sesselbahn, ein Freizeitpark, eine Rodelbahn, das Bungy-Trampolin, der Spatz-Männi-Erlebnisweg und ein Seilpark.
Das größere Skigebiet des Atzmännig wird von einem Sessellift und dem Skilift Atzmännig erschlossen. Beide führen auf 1.200 Meter über Meer und bieten sechs verschiedene Abfahrten. Zusätzlich gibt es im Atzmännig eine 1,9 Kilometer lange Winterrodelbahn, die von der Bergstation zur Talstation der Sesselbahn führt; Schlitten und Bobs können gemietet werden.
Auf der Spielwiese Hintergoldingen stehen zwei große Tore. Eine Abdeckung zur Straße hin sorgt dafür, dass dort gut Fußball gespielt werden kann. Die Spielwiese ist barrierefrei und verfügt über eine Feuerstelle, einen Picknickplatz sowie einen Sandspielbereich.
Rad und öffentliche Verbindung
Die Velo- und Töffli-Tour „Gold Trophy unterwegs“ umfasst neun goldige Spielkästen. Neun weitere Kästen sind von Goldingen über Egligen bis Neuhaus verteilt. Die Route „Gold Trophy unterwegs – Velo-, Töffli-Route Goldingertal“ verläuft von Atzmännig über Hintergoldingen, Goldingen, Hintermüli und Rüeterswil zurück nach Atzmännig. Die Spiele dieser Route sind jederzeit verfügbar.
Eine weitere Radtour, „Die goldige Blumentour“, führt von Laupen über Hintergoldingen nach Rüeterswil. Der Bus 630 fährt vom Eschenbacher Dorftreff zur Haltestelle Hintergoldingen (Sonne).
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