Campo im Tessin – Specksteinweg, Fresken und Bergseen
Unterkünfte in Campo
Landschaft
Campo ist ein verstreut liegendes, hoch gelegenes Alpendorf am Ende eines Seitentals der Vallemaggia im Tessin. Zur Landschaft gehören klare Alpenseen, lichte Lärchenwälder und eindrucksvolle Gneisspitzen.
Der Sentiero della pietra ollare ist fast 12 Kilometer lang und verläuft zwischen Campo Vallemaggia auf 1.280 Metern Höhe und der Alpe di Magnello auf 1.810 Metern Höhe. Die Begehung dauert etwa 4 Stunden und 30 Minuten. Der Weg folgt den Spuren früherer Handwerker und vermittelt die geologischen, historischen und kulturellen Aspekte des Specksteins.
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Foto: Petergenner via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Zu einem Weg bei Campo gehören ein von einem Bach gespeistes Wasserbiotop sowie einer der 28 im vergangenen Jahrhundert angelegten oberirdischen Wasserableitungskanäle, die dazu dienten, die bekannte Rutschbewegung aufzuhalten. Bei Corte Nuovo befinden sich ländliche Gebäude; die Höfe der Alpe Quadrella gelten als Zeugnis der jahrhundertealten Beziehung zwischen Mensch und Natur, die diese Landschaft geprägt hat.
Kultur und Geschichte
Die Pfarrkirche von Campo ist ein kantonal bedeutendes Denkmal. Die meisten wertvollen Fresken stammen von G. M. Borgnis da Craveggia, der sie zwischen 1732 und 1748 ausführte. Der Kreuzweg von Campo umfasst elf um 1760 auf Initiative der Familien von Campo errichtete Kapellen, die von einem unbekannten Maler mit Fresken versehen wurden.
Das barocke Oratorio dell’Addolorata wurde 1768 neben den Palazzi Pedrazzini errichtet; in der Geschichte von Campo hatte es stets einen hohen symbolischen Wert. An den Palazzi Pedrazzini sind die großen Portale, Fensterrahmen, außen aufgestellten Bänke und Blöcke mit den Initialen der Wohltäter aus Speckstein gefertigt.
S’cèda ist ein aufgegebenes Dorfviertel mit Wohnhäusern, Ställen, Torben und einem von Pedrazzi mit Fresken versehenen Oratorium. Das Viertel war bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts dauerhaft bewohnt und wurde danach vollständig verlassen.
Weitere Orte: Gordevio, Lavizzara, Menzonio, Piano Di Peccia, Avegno Ti, Maggia, Cavergno und San Carlo.
Wege
Ein Aufstieg zum Pizzo Bombögn führt auf 2.331 Meter Höhe. Auf dem Pizzo Bombögn wurde 1948 eine etwa 300 Meter lange monumentale Mauer errichtet, um Ziegen vom Anbaugebiet fernzuhalten. Der Aufstieg zur Alpe Sfille gilt als sehenswerter Wegpunkt. Bei der Alpe Sfille gibt es drei alpine Bergseen; in Cort Zora ist außerdem ein großes, gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtetes und 1997 restauriertes Stallgebäude zu sehen.
Die Wanderung Linescio–Campo Vallemaggia endet bei der Kirche von Campo, die noch deutlich sichtbare Spuren der geologischen Bewegung bewahrt, die ihre Stabilität beeinträchtigt hat. Der Rückweg von Cimalmotto nach Campo Vallemaggia ist ein Spaziergang durch einen Lärchenwald entlang von Wasserläufen am Hang.
Für die Rückfahrt von Campo Vallemaggia nehmen Sie in Cerentino den Bus 332 und anschließend in Cevio, Posta den Bus 331. Für die Gemeinde Campo Vallemaggia gilt ein Programm mit Ausflügen und Winteraktivitäten abseits der stärker frequentierten Wege.
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