L'Isle Vd – Venoge-Quellen, Wanderwege und Kulturerbe

File:Das Schloss von L'Isle, L'Isle VD 20241005-jag9889.jpg File:Das Schloss von L'Isle, L'Isle VD 20241005-jag9889.jpg Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Durch L'Isle führt der europäische Weg „Sur les pas des Hugenots“. Von den Gärten des Château de L'Isle ziehen sich rund 120 Kilometer markierte Rundwanderwege durch die Region; zu den mit dem Château verbundenen markierten Wegen gehören auch Routen zum Aufstieg auf den Jura. Zum selben übergeordneten Ziel wie L'Isle Vd gehören außerdem Chigny Vd, Saint-Saphorin-sur-Morges, Cuarnens, Ecublens Vd, Echichens, Saint-Prex, Bière und Morges.

Wandern und Quellen

Itiner'ânes hat seinen Sitz in La Coudre oberhalb von L'Isle und organisiert Trekkings und Aufenthalte. Das Angebot umfasst außerdem Eselwanderungen, die als besonders bei Familien beliebt gelten. Die Venoge entspringt in unmittelbarer Nähe des Château de L'Isle.

Der Rundweg „Sentier de l'abri Freymond“ beginnt am Château de L'Isle. Vom Col du Mollendruz bietet er Ausblicke auf das Plateau, den Genfersee und die Alpen. Der Abri Freymond ist ein bedeutendes archäologisches Fundgebiet im Kanton. Der Weg ist 15 Kilometer lang; dafür werden etwa 4 Stunden und 30 Minuten benötigt. Beginn und Ende liegen an der Haltestelle „L'Isle“ des öffentlichen Verkehrs. Die unterschiedlichen Angaben zu Ausgangspunkt, Strecke und Dauer machen die Wege in ihrer Anlage vergleichbar.

Am Chauderon tritt das Wasser aus einem 13 Meter tiefen Schacht aus. Der Spaziergang „Sources de la Venoge“ beziehungsweise „L'Isle – Sources de la Venoge“ beginnt am Bahnhof von L'Isle, führt durch das Dorf und verläuft anschließend entlang der Venoge. Im oberen Dorf befinden sich sechs Quellen der Venoge; Le Chauderon und Le Puits sind dabei die beiden wichtigsten Quellen bei L'Isle. Der MBC-Zug ab Morges bringt Besucher zum Ausgangspunkt dieses Spaziergangs, und am Bahnhof von L'Isle stehen dafür einige Parkplätze zur Verfügung.

Le Chauderon ist eine Vaucluse-Quelle und wird nur bei starkem Regen oder bei der Schneeschmelze aktiv.

Kultur und Geschichte

Der Temple de L'Isle wurde zwischen 1732 und 1734 nach Plänen des Architekten Guillaume Delagrange erbaut. In seinem Bau befindet sich ein wiederverwendetes Portal aus der Flamboyantgotik, das aus der früheren Kirche stammt. Das Pfarrhaus von L'Isle wurde 1754 wiederaufgebaut und gilt als Modelltyp für Pfarrhäuser, die zwischen 1750 und 1770 im Waadtland errichtet wurden.

Die ehemalige mittelalterliche Kleinstadt von L'Isle wurde nach ihrer Zerstörung durch Brände in den Jahren 1747 und 1836 vollständig wiederaufgebaut. Der überdachte Brunnen von L'Isle mit Becken und Granitbrunnenstock stammt aus dem Jahr 1885. Die Quelle Puits à la Zazie versorgte das Hospiz mit Wasser, das Lucie Jousson 1882 am Mollendruz errichten ließ.

Das Château de L'Isle gilt als erstes regionales Beispiel des französischen Klassizismus in der französischsprachigen Schweiz. Es wurde 1696 von Charles de Chandieu erbaut und ähnelt dem architektonischen Stil, der mit dem Château de Versailles verbunden ist. Besichtigungen des Château de L'Isle werden nach Reservierung angeboten.

Lokales Handwerk

Die Käserei L'Isle ist auf Gruyère AOP und weitere Milchprodukte spezialisiert. Für die Herstellung und Reifung von Käse bewahrt sie traditionelle Verfahren.

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